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Debatte über Metropolis-Hochhaus

Neue Vorwürfe gegen Investor Deilmann

Münster

Die Geschehnisse rund um das in die Kritik geratene Investorenduo Deilmann/Kresing werden immer verworrener. Das Büro des Unternehmers Andreas Deilmann erklärte am Freitag, dass Deilmann bis Mitte nächster Woche nicht erreichbar sei. Sein Geschäftspartner Rainer M. Kresing erklärte auf Anfrage, ebenfalls keinen Kontakt mehr zu Deilmann zu haben.

Klaus Baumeister

Investor Andreas Deilmann - hier ein Foto von 2015 - ist nach der massiven Kritik an der Mietpreisgestaltung für das Metropolis-Hochhaus zurzeit ist nicht erreichbar.
Investor Andreas Deilmann - hier ein Foto von 2015 - ist nach der massiven Kritik an der Mietpreisgestaltung für das Metropolis-Hochhaus zurzeit ist nicht erreichbar. Foto: Günter Benning

Nach der heftigen Kritik an der Mietpreisgestaltung für das Metropolis-Hochhaus hatte Kresing dem Oberbürgermeister in einem Brief mitgeteilt, die vertraglich zugesicherte Miete von 8,50 Euro (kalt) je Quadratmeter für 25 Prozent der Fläche auch einhalten zu wollen. Diesen Brief hat Deilmann bislang nicht unterschrieben. Das Projekt war von Ratsparteien heftig kritisiert worden, als bekannt wurde, dass über eine Untervermietung die 8,50-Euro-Regelung ausgehebelt werden sollte.

Kresing erklärte auf Anfrage, dass ihm die geplante Untervermietung an Deilmanns Ehefrau bekannt gewesen sei. Er sei aber davon ausgegangen, dass die Zusicherung gegenüber der Stadt eingehalten würde. In dem Unternehmen, so Kresing, kümmere er sich um die Planung und Deilmann um die Vermarktung.

Unterdessen erklärte die Pressestelle der Stadt Münster, dass man bereits in einem Brief vom 13. Juli Deilmann/Kresing gebeten habe, näher Auskunft über die Mietkonditionen zu geben. Da in dem Antwortschreiben „noch Fragen offen geblieben“ seien, habe man das Unternehmen Mitte September ein zweites Mal angeschrieben. Eine Überprüfung weiterer Verträge sei nicht erforderlich, heißt es weiter, weil es „keine früheren Projekte mit Durchführungsverträgen“ gebe.

Kommentar zur Affäre rund um das Metropolis-Hochhaus

"Münsters Immobilienwirtschaft ist in Aufruhr. Und das zu Recht. In Teilen der Bevölkerung ist das Wort „Investor“ inzwischen ein Schimpfwort." Klaus Baumeister kommentiert

Der Fraktionschef der Linken, Rüdiger Sagel, erhebt neue Vorwürfe gegen Deilmann und beruft sich dabei auf Geschädigte beim Bauvorhaben Germania-Campus. Nach dem Auftreten von „eklatanten Baumängeln“, so Sagel, habe sich Deilmann als Bauherr der Verpflichtung zur Schadensbehebung dadurch entzogen, dass er die betreffende Firma nach Sylt verlagert und dann die Insolvenz beantragt habe.

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