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Kinderbetreuung in Münster

Neuer Kita-Navigator startet am 5. Juli

Münster

Der aktuelle Kita-Navigator wird in Kürze ersetzt. Am 5. Juli gehen zwei neue Navigatoren an den Start: ein  Kita-Navigator und ein separater Kindertagespflege-Navigator.

Von Karin Völker

Am 5. Juli startet ein neuer Kita-Navigator
Münster.
Foto: Monika Skolimowska/dpa/Symbolbild

Das Thema hat in Münster viele Jahre lang Generationen von jungen Eltern buchstäblich ins Rotieren gebracht: Wenn das unter dreijährige Kind einen der immer noch knappen Betreuungsplätze brauchte, reichte es nicht, den Bedarf und Platzwunsch im Kita-Navigator, der städtischen Online-Plattform für das Angebot in der Kindertagesbetreuung, vorzumerken.

Bei der Angabe verschiedener Kitas war keine Priorisierung möglich – ein entscheidender Schwachpunkt.  Das ändert sich nun: Wer sein Kind für das Kitajahr ab August 2022 anmelden möchte, kann in der Liste der bevorzugten Kitas auch seine jeweiligen Wunschvorstellungen angeben.

Ann-Christin Spatzier, Vorsitzende des Jugendamtsbeirates

„Wir sind sehr froh, dass diese Möglichkeit endlich eingerichtet wird“, sagt dazu die Vorsitzende des Jugendamtselternbeirats (JAEB), Ann-Christin Spatzier. Das Gremium, das die Interessensvertretung der Kita-Eltern im Amt für Kinder, Jugendliche und Familien darstellt, hatte den Service seit Jahren eingefordert.

Die Software-Umstellung der Plattform, so hieß es lange vonseiten der Verwaltung, sei auch eine Abstimmungs- und Kostenfrage gewesen – auch andere Kommunen nutzen den Kita-Navigator. Die Leiterin des Jugendamtes, Sabine Trockel, kündigte in der Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien am Donnerstagabend die Umstellung an.

Zwei neue Navigatoren gehen an den Start

Danach gehen am 5. Juli gleich zwei neue Navigatoren an den Start: ein Kita-Navigator und ein separater Navigator für Plätze in der Kindertagespflege.   Vom 25. Juni bis zum 4. Juli wird der aktuelle Kita-Navigator offline gestellt, um Daten vom alten in das neue System zu übertragen. Trockel kündigte auch an, dass durch das neue System die Kitaplatzvergabe voraussichtlich beschleunigt werde. Die bisher zeitraubenden Platzvergaberunden im Anschluss an die Vormerkung im bisherigen Kita-Navigator könnten womöglich abgekürzt werden.

Mehr Geld für Tageseltern

Die Stadt will die Arbeit in der Kindertagespflege konzeptionell und qualitativ neu aufstellen und so Anreize bieten, hier tätig zu werden. Mit entsprechender Qualifizierung betreuen die Tagespflegepersonen in Münster derzeit knapp 1400 Kleinkinder, meist im eigenen Haushalt. Die Stadt sichert die fachliche Qualität und zahlt die Vergütung. Letztere soll um insgesamt 1,5 Millionen Euro pro Jahr steigen.

Die Tageseltern bekommen nach den nun formulierten Vorstellungen eine höhere Bezahlung, auch Sachkosten werden neben der Betreuungsleistung berücksichtigt. Die Tageseltern sollen aber auch konsequent wie Selbstständige behandelt werden. So soll die bisherige Urlaubsregel wegfallen, nach der die Tagespflegepersonen auch eine Art Urlaubsvergütung für 20 Werktage erhielten. Der Bericht der Verwaltung stieß im Ausschuss auf ein kontroverses Echo. Von Vertretern der Tageseltern und Teilen der Politik wurden weitere Verbesserungen angeregt.

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