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Straße ehrt nun eine Jüdin – und nicht mehr einen NS-Anhänger

Neuer Name für die Apffelstaedtstraße

Münster

Seit Freitag heißt die Apffelstaedtstraße Henriette-Son-Straße. Mit dem neuen Straßennamen wird künftig eine Jüdin geehrt, die nach 1933 in Münster zwangsexmatrikuliert wurde – anstelle eines Zahnmediziners, der ein überzeugter Anhänger der Nationalsozialisten war.

Von Martin Kalitschkeund

Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus (v.l.), Mitglieder aus BV West und Verwaltung sowie Martina Apffelstaedt (r.) enthüllten gestern das Straßenschild Henriette-Son-Straße, das den Namen Apffelstaedtstraße ersetzt.Bezirksbürgermeister Jörg Nathaus (v.l.), Mitglieder aus BV West und Verwaltung sowie Foto: kal

Martina Apffel­staedt kann sich noch gut an das Jahr 1979 erinnern. „Damals wurde in Münster beschlossen, dass eine Straße nach dem Cousin meines Großvaters benannt werden soll. Ich war fassungslos.“ Denn Namensgeber Max Apffelstaedt gilt nicht nur als einer der Wegbereiter der modernen Zahnmedizin – sondern auch als überzeugter Anhänger des Nationalsozialismus. Was schon lange bekannt war, hatten Wissenschaftler im vergangenen Jahr im Rahmen des bundesweiten Forschungsprojekts „Zahnmedizin und Zahnärzte im Nationalsozialismus“ erneut bestätigt.

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