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Aus dem Aschendorff Verlag

Neues Buch über das Bauhaus erschienen

Münster

100 Jahre Bauhaus: Dieses Jubiläum wurde 2019 groß gefeiert. Kurz vor Jahresende – und passend zum Fest – ist jetzt im Aschendorff Verlag ein neues Buch über das Bauhaus erschienen. Titel: „Die Welt neu denken“.

Martin Kalitschke

Präsentieren das Bauhaus-Buch: (v.l.) Dr. Dirk Passmann, Silke Haunfelder (beide Aschendorff Verlag), Dr. Joachim Henneke, Dr. Dagmar Kift (beide Herausgeber), Andrea Stöppler (Gastgeber), Prof. Dr. Thomas Schleper (Herausgeber) und Bert Stöppler (Gastgeber). Foto: kal

Wo könnte man ein neues Buch über das Bauhaus besser präsentieren als in einem Bauhaus-Gebäude? Münzstraße 9 lautet die Adresse, zu der am Montagvormittag der Aschendorff Verlag eingeladen hat. Das Haus wurde 1931 errichtet – und hat sich bis heute kaum verändert. Die Deckenlampe im Wohnzimmer der Eheleute Stöppler ist ein Bauhaus-Original, auch der kleine Pool im Garten hat fast 90 Jahre auf dem Buckel.

„Die Welt neu denken“ – das wollten einst die jungen Bauhaus-Kreativen. Und so heißt auch das Buch, das jetzt, kurz vor Abschluss des Jubiläumsjahres „100 Jahre Bauhaus“, erschienen ist.

Der elegant gestaltete und reich bebilderte Band fasst Beiträge des Symposiums „100 Jahre Bauhaus im Westen“ zusammen, das im September 2018 auf dem Gelände des Unesco-Welterbes Zeche Zollverein stattfand. Inhaltlich schlägt das Buch eine Brücke von den Ereignissen – und Gedankenwelten – von damals bis in die Gegenwart und weiter in die Zukunft. Zu dem Symposium hatten sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der Landschaftsverband Ruhr (LVR) und das Land NRW zusammengefunden.

„Ein wunderbares Buch“, sagt Dr. Joachim Henneke, neben Dr. Dagmar Kift und Prof. Dr. Thomas Schleper Herausgeber des Bandes. Sie betonen einmütig, dass es nicht, wie so oft, „nur“ um Berlin oder Dessau gehe, sondern der Blick nach NRW, aber auch in die Welt gerichtet werde. Warum entstand das Bauhaus gerade in jener Zeit? Welche Rolle spielte bei seiner Entwicklung jene Region, die heute Nordrhein-Westfalen heißt? Gab es „das Bauhaus“ – oder verschiedene Phasen? Wie wirkte es in der Nachkriegszeit, und wie kann seine Gedankenwelt die Diskussionen der Gegenwart beeinflussen? Die Themen der Beiträge reichen von architektonischen Aufbrüchen im Westen Deutschlands über neues Bauen im Rheinland und in Westfalen bis hin zu utopischen Staatsentwürfen.

„Der Band bietet viel Neues zu diesem Thema“, sagt Schleper. Im Jubiläumsjahr 2019 sei ein ganz neues Bild vom Bauhaus entstanden – dies spiegele sich in dem Buch wider.

Zum Thema

Joachim Henneke, Dagmar Kift, Thomas Schleper: Die Welt neu denken, Aschendorff Verlag, ISBN 978-3-402-24648-1, 268 Seiten, 19,90 Euro.

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