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Alte Gartenbauschule an der Münsterstraße

Neues Impfzentrum in Wolbeck

Münster-Wolbeck

Wolbeck hat ab Samstag (4. Dezember) ein eigenes Impfzentrum: Es öffnet ab 12 Uhr in der alten Kita St. Nikolaus seine Pforten. Die Idee für das Impfzentrum ist gerade einmal wenige Tage alt – dann ging alles ganz schnell.

Von Markus Lütkemeyer

In den Räumlichkeiten der alten Kita St. Nikolaus geht am Samstag (4. Dezember) ein Impfzentrum an den Start. Frank Sölken (v.l.) hat den Impfstoff organisiert, die Pfarrei mit Pfarrer Jörg Hagemann stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Bezirksbürgermeister Peter Bensmann stand im engen Austausch mit dem Krisenstab der Stadt Münster. Foto: mlü

Mit viel bürgerschaftlichem Engagement wurde in der alten Gartenbauschule an der Münsterstraße ein Impfzentrum aufgebaut. Es öffnet bereits am Samstag (4. Dezember) ab 12 Uhr seine Tore.

Mehrere hundert Dosen des Impfstoffs der Firma Moderna stehen für Menschen, die das 29. Lebensjahr vollendet haben, zur Verfügung. Es werden sowohl erste oder zweite Impfungen als auch Boosterimpfungen angeboten. Da keine Termine vergeben werden, muss mit möglichen Wartezeiten – auch draußen vor der Tür – gerechnet werden. Personalausweis, Gesundheitskarte und Impfpass nicht vergessen!

Von der Idee zur Umsetzung in vier Tagen

Doch im Grunde trifft es die harmlose Formulierung „Impfzentrum aufgebaut“ nicht so ganz. Eigentlich müsste man davon sprechen, dass es regelrecht „aus dem Boden gestampft“ wurde. Denn die Idee zu dem Impfzentrum in Wolbeck ist erst wenige Tage alt – sie entstand am Montag. Und bereits am Donnerstagabend war alles hergerichtet.

Wie kam es dazu? Die beiden Angelmodder Michael Glanemann und Frank Sölken hatten die Köpfe zusammengesteckt. „Mir ging es gehörig auf den Senkel, dass die Bundespolitik nicht vorankommt. Vor allem weil wir doch in Münster eine so hohe Impfbereitschaft haben, kann es doch nicht sein, dass alles nur auf die Hausärzte abgewälzt wird“, sagt Glanemann, der Wolbecker Wurzeln hat.

"Möglichst vielen Menschen ein Impfangebot machen"

Das Vorhaben zog Kreise. Über das Stadtdekanat ging eine Anfrage raus, wo denn Platz für ein neues Impfzentrum wäre. Die Kirchengemeinde St. Nikolaus sprang auf den Zug auf und meldete zurück, dass Räume in der alten Gartenbauschule leer stehen. Früher war dort, bis zum Umzug in den Neubau, die Kita St. Nikolaus untergebracht. Bis zum Sommer wurden die Räume weiterhin für eine zusätzliche Kita-Gruppe genutzt.

Die ehemalige Gartenbauschule wurde noch im Sommer vom Kindergarten St. Nikolaus genutzt. Seitdem steht das Erdgeschoss leer. Foto: isa

Doch seitdem die Kita Waldbach und die neue Kita im Baugebiet Petersdamm am Start sind, werden die Räume nicht mehr gebraucht. „Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Kita seit dem Sommer leer steht“, sagt Pfarrer Jörg Hagemann. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Angebot der Räumlichkeiten mithelfen können, dass möglichst vielen Menschen ein Impfangebot gemacht werden kann.“

Lob auch für das Gesundheitsamt

Bezirksbürgermeister Peter Bensmann setzte sich mit dem Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer in Verbindung. Mit der Genehmigung für ein offizielles Impfzentrum in der Hand, organisierte Frank Sölken über die offiziellen Kanäle den Impfstoff. „Trotz der hohen Arbeitsbelastung hat das Gesundheitsamt schnell gearbeitet, dafür ein großes Lob.“ Der Löschzug Wolbeck half beim Stühle Stellen am Donnerstagabend.

Das Impfzentrum soll keine Eintagsfliege werden. Weitere Impftermine werden auf der Homepage der Kirchengemeinde St. Nikolaus veröffentlicht (st-nikolaus-muenster.de/impfmoeglichkeit-in-st-nikolaus). Doch dafür werden noch Mediziner und medizinische Fachangestellte mit Impferlaubnis gesucht, die – gerne auch stundenweise – mithelfen können.

Kommentar: In nur  vier Tagen

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