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Kommentar zum Urteil im Missbrauchsfall Münster

Wenn ein Urteil fällt, ist es für die Kinder zu spät

Münster

Nach knapp acht Monaten ist der Hauptprozess im Missbrauchsfall Münster geendet. Das Urteil bedeutet jedoch allenfalls einen juristischen Schlussstrich, findet unser Autor. Ein Kommentar.

Von Dirk Anger

Der Hauptangeklagte kommt mit einer Akte vor dem Gesicht in den Gerichtssaal. Der Hauptprozess im Missbrauchsfall Münster ist am Dienstag zu Ende gegangen. Foto: dpa/Guido Kirchner

Dieses Urteil bedeutet allenfalls juristisch einen Schlussstrich: Nach 53 Verhandlungstagen schickt das Landgericht den Haupttäter im Missbrauchskomplex Münster für 14 Jahre hinter Gitter – plus anschließender Sicherungsverwahrung. Das gesellschaftliche Problem hat sich damit aber einmal mehr nicht erledigt. Noch immer gelingt es nicht, wehrlose Kinder frühzeitig oder in ausreichendem Maß vor schlimmsten Übergriffen zu bewahren. Das ist eine traurige Tatsache.

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