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FFP2-Masken für Einkommensschwache

Niemand muss zur Ausgabestelle

Münster

Einkommensschwache in Münster erhalten kostenlose FFP2-Masken. Über das Prozedere diskutierte der Hauptausschuss.

Klaus Baumeister

FFP2-Masken, hier bei einer Untersuchung durch die Fachhochschule Münster, sind derzeit sehr gefragte Güter. Foto: FH Münster/Katharina Kipp

Im Grundsatz waren sich alle einig, im Detail ist es aber ziemlich kompliziert. Der Hauptausschuss hat am Mittwochabend die Stadtverwaltung damit beauftragt, dafür Sorge zu tragen, dass FFP2-Masken kostenlos an Einkommensschwache in Münster versandt werden. Gleich zwei Anträge lagen dazu auf dem Tisch, einer von der Linken, einer vom Ratsbündnis aus Grüne, SPD und Volt. Letzterer wurde auch verabschiedet.

Unterdessen teilte die münsterische Sozialdezernentin Cornelia Wilkens mit, dass die Stadt 140 000 FFP2-Masken vom Land erhalte, die nach einem bestimmten Schlüssel kostenlos verteilt werden. 2000 davon würden beispielsweise an den Drogenhilfeverein Indro weitergereicht werden.

Unbürokratische Hilfe für Inhaber mit Münster-Pass

Darüber hinaus, so Wilkens, würden die Bezieher der Grundsicherung über die Krankenkassen ihre Masken erhalten. Konkret legt der auf dem Antrag von Grünen, SPD und Volt basierende Beschluss nun fest, dass alle Inhaber des Münster-Passes unbürokratisch mit Masken versorgt werden.

Dazu zählen unter anderem Sozialhilfeempfänger, Menschen mit Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie Flüchtlinge. Bei Menschen mit geringem Einkommen, heißt es in dem Beschluss, reiche das Geld nicht, „um sich selbst und andere schützen zu können“.

Ausdrücklich wird in dem Papier begrüßt, dass niemand eine Ausgabestelle aufsuchen müsse. In der Kombination von staatlichen und kommunaler Hilfe sieht die GAL-Ratsfrau Sylvia Rietenberg gute Voraussetzungen dafür, dass die Versorgung funktioniere.

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