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Ausbau des Preußen-Stadions

Noch viele offene Fragen

Münster

Der Fahrplan für den Ausbau des Preußen-Stadions steht. Aber Zweifel und offene Frage bleiben. Das wurde am Mittwoch im Rat deutlich.

Dirk Anger

Öffentliches Training des Fußball-Drittligisten Preußen Münster im alten Stadion: Den Fahrplan für Modernisierung und Ausbau der Arena an der Hammer Straße hat der Rat in seiner Sitzung am Mittwoch verabschiedet. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Ausbau des Preußen-Stadions bleibt ein Dauerbrenner in der politischen Debatte: Zwar beschloss der Rat am Mittwochabend den weiteren Fahrplan zur Modernisierung der Arena mit den Stimmen von CDU, Grünen und FDP – doch Kritik am Fortgang des Projekts wurde in der Debatte erneut laut. Insbesondere am Zeitplan hegten Vertreter von SPD, Liberalen und Linken große Zweifel.

Grünen-Fraktionschef Otto Reiners räumte ein, dass es noch viele offene Fragen bei dem Projekt gebe. Sein CDU-Pendant Stefan Weber betonte aber, dass Stadt und Verein am selben Strang zögen und sicherte trotz „etlicher Fallstricke weitere Konkretisierungen in diesem Jahr“ zu. Weber: „Wir legen großen Wert darauf, dass es flott vorangeht.“

Daran schien SPD-Ratsherr Philipp Hagemann nicht recht glauben zu wollen: Erste Baumaßnahmen gebe es frühestens 2021, bemängelte er. Auf der Zeitschiene wandere das Projekt sehr weit nach hinten. Dass der Zeitplan schon jetzt nicht eingehalten werde, kritisierte FDP-Ratsfrau Carola Möllemann-Appelhoff unter Verweis auf selbigen.

Hagemann, sportpolitischer Sprecher der SPD, vermisste Antworten auf eine Vielzahl offener Fragen: „Was passiert, wenn die 40 Millionen Euro aufgebraucht sind?“ In die gleiche Richtung zielte sein Fraktionschef Dr. Michael Jung: Er bemängelte, dass es nach einem halben Jahr „kein durchgerechnetes Ausbaukonzept“ gebe: „Viel Getöse, aber es kommt wenig dabei raus.“ Von einem „Meilenstein für die weitere Entwicklung“ sprach indes CDU-Ratsherr Dr. Dietmar Erber.

Der am Mittwoch in der letzten Sitzung des Rates vor der Sommerpause getroffene Beschluss enthält allgemeine Vorgaben für den Planungsprozess, die Finanzierung und die Umsetzung des Stadion-Projekts, das einen Ausbau auf 20 000 Zuschauer vorsieht. „Wir beschließen einen Ablaufplan, an dem wir uns gerne messen lassen“, ordnete Grünen-Ratsherr Klaus Rosenau den nächsten Schritt an der Hammer Straße ein. Von einer „vagen Absichtserklärung“ sprach dagegen FDP-Ratsfraktionschef Jörg Berens, zeigte sich gleichwohl entspannt: „Man kann der Vorlage ehrlicherweise gut zustimmen, weil nicht viel viel drin steht.“

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