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Sint Maarten leidet unter Corona

Notarzt aus Münster hilft in der Karibik

Münster

Auf der Karibikinsel Sint Maarten sind die Entbehrungen durch die Corona-Pandemie deutlich schlimmer als in Münster. Daher hat ein Notarzt aus Münster nun einige Medizingerätschaften für die Insel organisiert. Die Bewohner dort sind dankbar.

Helmut P. Etzkorn

Dr. Stefan Lührs (4.v.l.) bei der Übergabe der Hilfsmittel auf der Karibikinsel Sint Martin.   Foto: pd

Die Wirtschaft liegt auf der kleinen Karibikinsel am Boden. Seit dem Frühjahr gibt es in Sint Maarten strenge Corona-Schutzregeln, die vom Militär überwacht werden, und die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung, der Kreuzfahrt-Tourismus, ist komplett zum Erliegen gekommen. Für den münsterischen Polizeiarzt Dr. Stefan Lührs (64), der seit Jahren enge Verbindungen zu der Inselgruppe vor der südamerikanischen Küste hat, war das ein Grund, aktiv zu werden. Mit Unterstützung deutscher Firmen hat Lührs, der hauptberuflich als Notarzt aktiv ist, nun zehn Desinfektionsmaschinen für den dortigen Rettungsdienst organisieren können.

„Mit den Vernebelungsgeräten ist es möglich, die Einsatzfahrzeuge und die medizinischen Räume nach einem Corona-Transport effektiv und schnell zu desinfizieren. Bislang musste man dort alles mit Lappen und Wasser notdürftig reinigen“, so Lührs. Vier Wochen war er nun vor Ort und hat dort die einheimischen Helfer bei der Desinfektion der Notfallräume und Ambulanzen unterstützt.

Stefan Lührs: „Wenn man die Situation dort mit unseren geordneten Verhältnissen hier vergleicht, merkt man erst einmal, wie gut unser Gesundheitssystem auch in Zeiten einer Pandemie ist.“ Die Gerätschaften versteht er als „Hilfe zur Selbsthilfe“, schon bald will Lührs weitere Hilfsmittel für die Insel auf den Weg schicken.

Der Ambulance-Departmentchef von St. Maarten, Cylred Richardson, dankte Lührs für seinen Einsatz: „Er liebt seit Jahren unsere Insel auch als Urlauber. Nun hilft er uns effektiv, die schwere Zeit der Corona-Pandemie besser zu überstehen.“

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