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1800 Fahrradstellplätze

Neue Radstation am Hauptbahnhof startet Testbetrieb

Münster

Von dem Fahrrad, fertig, los! Ab sofort gibt es auch auf der Ostseite des Hauptbahnhofs eine Radstation. Sie funktioniert komplett digital - und befindet sich zunächst in der Testphase.

Oberbürgermeister Markus Lewe (l.) und Stadtbaurat Robin Denstorff testeten am Freitag die handy-gesteuerte neue Radstation am Bremer Platz. Foto: Oliver Werner

Alles leer, alles neu! Oberbürgermeister Markus Lewe und Stadtbaurat Robin Denstorff waren am Freitagmorgen die beiden ersten Kunden, die in der neuen Radstation an der Ostseite des Hauptbahnhofs vorstellig wurden. Beide hatten zuvor auch die erforderliche Radstation-App auf ihr Handy geladen und konnten somit digital einen Stellplatz buchen. Bis Ende September soll der Testbetrieb laufen, die Nutzung der 1800 Fahrradständer ist in dieser Zeit kostenlos.

Lewe lobte die neue Radstation als Teil einer „urbanen Fahrradinfrastruktur“. Auch die Digitalisierung erfahre einen Schub. Denstorff hob hervor, dass die handy-gesteuerte Abwicklung der Parkvorgänge den Vorteil biete, dass man rund um die Uhr die Radstation nutzen könne.

Radwerkstatt kommt später

Robin Schäfer, der Betreiber der Radstation an der Westseite des Hauptbahnhofs, wird demnächst in der neuen Radstation eine Werkstatt eröffnen und während der Tagesstunden auch Aufsichtspersonal stellen. Die Abwicklung der Parkvorgänge indes regelt der städtische Parkhausbetreiber WBI.

Dessen Geschäftsführer Peter Todeskino teilte mit, dass mit dem Testbetrieb der neuen Radstation die Radstation im Erdgeschoss des Parkhauses Bremer Platz geschlossen werde. Die Auslastung mit 330 Kunden dort war hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Viele der dortigen Kunden, so Todeskino, wollten jetzt in die neue Radstation wechseln.

Wie funktioniert die digitale Radstation?

Die meisten Ständer in der neuen Radstation sind im Untergeschoss untergebracht. Von dort gelangt man über ein Treppenhaus zu einem Ausgang nahe des Nordtunnels am Hauptbahnhof.

Auf die Frage, warum die Planung des Gebäudekomplexes Hansator keinen Zugang der Radstation zum größeren und attraktiveren Haupttunnel vorgesehen habe, konnte Stadtbaurat Denstorff nicht beantworten. Die Entscheidung sei vor sieben Jahren gefallen, vor seinem Amtsantritt in Münster.

19 Kameras zur Kontrolle

Im Obergeschoss der Radstation werden zu einem späteren Zeitpunkt weitere Angebote geschaffen – und zwar personalisierte Stellplätze, die in besonderer Weise gesichert werden. Laut Todeskino ein Angebot für die Besitzer teurer E-Bikes.

Abschließend noch ein Hinweis für mögliche Zechpreller: In der Radstation befinden sich 19 Kameras und 86 Sensoren. Wenn jemand einen Fahrradständer belegt, ohne ihn digital gebucht zu haben, erkennt das System das. Dann kommt – ganz analog – ein Mitarbeiter und kettet das Fahrrad fest, freilich erst nach Ende des Testbetriebs. Gegen eine entsprechende Gebühr kann man das Fahrrad dann wieder auslösen.

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