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Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Orangefarbene Erinnerung

Münster

Alle zwei bis drei Tage stirbt in Deutschland eine Frau an den Folgen von Gewalt. Verschiedene Clubs und Einrichtungen wollen darauf ab Donnerstag aufmerksam machen.

Mit ihrer Beteiligung an dieser Aktion beziehen die drei Service-Clubs berufstätiger Frauen in Münster Position. Foto: Soroptimist Club Münster

Am Donnerstag (25. November) werden die beiden Soroptimist Clubs Münster und Münster-Mauritz gemeinsam mit dem Zonta Club Münster von 11 bis 19 Uhr mit einem Stand vor der Bezirksregierung über die Bedeutung der weltweit organisierten „Orange the World“ informieren. Die Frauen setzen sich dafür ein, dass die Gesellschaft wachsam ist und sich der Gewalt gegen Frauen entschieden widersetzt.

Weltweit hat die gewaltsame Bedrohung gegen Frauen zugenommen und sowohl im realen Leben als auch im Netz erfahren laut Pressemitteilung der Clubs Millionen von Frauen und Mädchen tagtäglich Gewalt und Diskriminierung. In Deutschland sterbe nach wie vor jeden zweiten bis dritten Tag eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt.

Orange the World am Erbdrostenhof

Dagegen wird alljährlich mit „Orange the World“ ein orangefarbenes Zeichen gesetzt. Auch in Münster erstrahlen am 25. November ab 17 Uhr verschiedene Gebäude, unter anderem der Erbdrostenhof, in Orange. Außerdem erhalten einige Denkmäler und Skulpturen nur für diesen Tag als Zeichen einen orangefarbenen Schal.

Mit ihrer Beteiligung an dieser Aktion beziehen die drei Service-Clubs berufstätiger Frauen in Münster Position und hoffen, auf ein großes Interesse und auch dieses Jahr mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Alle drei Clubs unterstützen Projekte, die sich für Frauen in Notsituationen einsetzen, etwa den Frauen-Notruf in Münster oder das Frauenhaus in Telgte.

Auch die Stadt beteiligt sich

Das Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und die LWL-Klinik in Münster sowie acht weitere LWL-Kliniken in Westfalen-Lippe erstrahlen am Donnerstag ebenfalls ab 17 Uhr in orangefarbenem Licht.

Auch der LWL beteiligt sich an der Aktion

„Der LWL steht in der Verantwortung, sich gegen Gewalt gegen Frauen zu positionieren und kann das mit seinen zahlreichen Gebäuden in Westfalen-Lippe auch darstellen“, erklärt LWL-Direktor Matthias Löb. „2018 wurden in Deutschland mehr als 114.000 Frauen Opfer von Gewalt.“ Die Tätigkeitsfelder des LWL, so heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands, haben auf unterschiedlichen Ebenen viele Berührungspunkte mit der Arbeit gegen Gewalt an Frauen.

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