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Umbau des Uniklinikums

Ostturm soll bis 2024 saniert sein

Münster

Es wird gebaut und saniert am Universitätsklinikum Münster. Das Land stellt 146 Millionen Euro aus einem Konjunkturprogramm zur Verfügung. Das meiste Geld fließt in die Innensanierung der Bettentürme.

Ralf Repöhler

Der Bettenturm Ost bekommt eine Cafeteria mit Dachterrasse (l.). Ministerin Foto: Gerharz/Animation: Wörner, Traxler, Richter

Ebene 21. Der Ausblick ins weite Münsterland vom obersten Stockwerk des östlichen Bettenturms am Universitätsklinikum Münster (UKM) ist phänomenal. NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen schaute sich am Montag auf Münsters höchster Baustelle die künftige Dachcafeteria an, die dort oben bis Mitte kommenden Jahres entsteht.

Land stellt Kliniken eine Milliarde Euro bereit

Die Ministerin mit der Maske verschaffte sich einen Überblick über das Investment von insgesamt 146 Millionen Euro, die das Land NRW dem münsterischen Klinikum aus einem Sonderkonjunkturprogramm kurzfristig zur Verfügung stellt. „Die Landesregierung weiß, wo der Schuh drückt. 120 Millionen Euro fließen in Bauinvestitionen“, unterstrich Pfeiffer-Poensgen. Insgesamt stellt das Land den Universitätskliniken in NRW eine Milliarde Euro bereit. In Münster wird ein Großteil des Geldes für die Innensanierung der Bettentürme verwendet, die bereits eine neue weiße Fassade bekommen haben.

Cafeteria auf dem Dach des Ostturms

80 Millionen Euro gibt das Land, damit die Patientenzimmer dort zeitgemäß saniert und alle mit Nasszellen versehen werden. Die Zimmer im Ostturm sollen mit insgesamt 400 Betten bis zum Jahr 2024 fertiggestellt sein. „Das ist wirklich das dringendste Projekt, damit wir eine optimale Patientenversorgung garantieren können“, sagte der Käufmännische Direktor des UKM, Dr. Christoph Hoppenheit. Die Cafeteria auf dem aufgestockten Dach des Ostturms wird für Patienten und Besucher eine Bereicherung sein.

Vier Millionen Euro fließen aus dem Sondertopf, um bereits im kommenden Jahr eine hochmoderne zusätzliche Infektionsstation am Fuß des Westturms zu bauen. Dort werden zunächst zwölf Isolierbetten entstehen, eine Erweiterung auf bis zu 25 Betten ist mit Blick auf die Corona-Pandemie möglich, sagte der Ärztliche Direktor des UKM, Prof. Dr. Hugo Van Aken. Die neue Infektionsstation bekommt einen direkten Außenzugang und eine Anbindung an die Intensivmedizin im Zentralklinikum. Pfeiffer-Poensgen weiß um die Leistungsfähigkeit der Hochschulmedizin, die sich gerade in der Corona-Pandemie zeige. „Münster zeichnet sich dadurch aus, dass es auch Patienten aus NRW-Nachbarländern versorgt“, dankte die Ministerin dem UKM.

18 Millionen Euro für Versorgungskanäle

Für knapp zehn Millionen Euro wird der Ostflügel des Chirurgie-Gebäudes erweitert. In dem Anbau entstehen zusätzliche Allgemeinpflegebetten, neue Intensivkapazitäten und ein neuer Aufwachraum.

Interessant: Die weiteren finanziellen Mittel, rund 18 Millionen Euro, werden in die Sanierung der Versorgungskanäle investiert, wozu zum Beispiel die Erweiterung der Netzersatzstromkapazitäten zählt. „Das sind zum Teil Jahrzehnte alte Leitungen, die dringend erneuert werden müssen, damit wir die Versorgungssicherheit für die Gebäude des Zentralcampus zuverlässig garantieren“, so Hoppenheit.

Rund zehn Millionen Euro werden in Projekte zur Optimierung der IT-Sicherheit am UKM fließen.

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