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„Fair parken im Kreuzviertel“

Park-Petition in Münster – Zuspruch mäßig, Zuversicht groß

Münster

Auf den Gehwegen im Kreuzviertel müssen sich Fußgänger den Platz oft mit Autos, Fahrrädern und Mülltonnen teilen. Eine Petition der Initiative Verkehrswende der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel, die das ändern will, kommt allerdings nicht richtig in Gang. Dafür bewegt sich die Politik in der Sache.

Pjer Biederstädt

Im Kreuzviertel ist oft wenig Platz für Fußgänger. Foto: Pjer Biederstädt

Autos, Fahrräder und Mülltonnen stehen auf vielen Gehwegen im Kreuzviertel – für Fußgänger kann es da schon mal eng werden. Die Initiative Verkehrswende der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel will das nicht hinnehmen. Seit Monaten machen sie mit verschiedenen Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam. Im Februar hatte sie die Online-Petition „Fair parken im Kreuzviertel“ auf den Weg gebracht.

Doch die Resonanz ist bisher „eher mittelmäßig“, wie Stefan Tigges von der Initiative einräumt. 465 Unterstützer haben die Petition unterschrieben (Stand: Dienstag, 12.18 Uhr). Das Ziel liegt bei 2300. Deshalb hat die Initiative jetzt Erinnerungszettel an die Haustüren im Viertel geklebt. Noch bis Ende März kann im Netz unterschrieben werden.

Doch warum die Zurückhaltung? Die Initiative schlägt in der Petition eine Kompromisslösung vor, die alle Verkehrsteilnehmer in den Blick nimmt. „Daraus entsteht ein Spannungsfeld. Die Autofahrer unterschreiben nicht, weil sie um ihren Parkplatz fürchten. Denjenigen, die die Autos komplett von den Bürgersteigen verbannen wollen, geht unser Vorschlag nicht weit genug“, vermutet Tigges.

Stadtverwaltung soll Parkraumkonzept für Münsters Innenstadt erarbeiten

Doch an der Petition allein hänge nicht Wohl und Wehe ihres Anliegens. Kürzlich wurde die Verwaltung vom Rat beauftragt, ein integriertes Parkraumkonzept unter Berücksichtigung einer verkehrsträgerübergreifenden Sichtweise aller Formen des Parkens vorzubereiten. Das Untersuchungsgebiet soll vorerst die erweiterte Innenstadt umfassen, inklusive Kreuzviertel.

Dass in der Vorlage auch von Bewohnerparken die Rede ist, passt allerdings nicht zu den Plänen der Initiative. „Auch Kurzparker sollen hier halten können“, so Tigges. Sehr zuversichtlich stimmt ihn aber, dass sich in der Sache politisch etwas bewegt. „Wir bleiben jedenfalls dran, bis etwas passiert.“

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