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Parksünder

Parkende Autos versperren Gehwege

Münster

Der Parkdruck in Münster wächst, parkende Pkw auf Bürgersteigen nehmen zu. Wenn eine Mindestbreite von einem Meter nicht eingehalten wird, könnte der Wagen abgeschleppt werden.

Gabriele Hillmoth

Das Parken auf Gehwegen nimmt wie in diesem Fall auf der Robert-Blum-Straße zu und führt vor allem für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer zu Enpässen. Foto: gh

Es fehlt spürbar an Parkraum in Münster. Immer mehr Autofahrer stellen darum ihre Fahrzeuge auch schon auf Gehwegen ab. In manchen Fällen sind die Bürgersteige aber noch breit genug für Fußgänger. In manchen Fällen aber müssen sich Fußgänger zwischen Fahrzeug und Hauswand hindurchschlängeln. Eine Anwohnerin an der Robert-Blum-Straße klagt darüber, dass ihr der Weg mit dem Rollator immer häufiger versperrt werde.

Parken auf Gehwegen ist nicht erlaubt

Das Parken auf Gehwegen ist nach Angaben von Norbert Vechtel, stellvertretender Leiter des städtischen Ordnungsamtes, grundsätzlich nicht erlaubt. Es sei denn, schränkt er ein, entsprechende Verkehrsschilder erlauben das Abstellen halb auf dem Gehweg und halb auf der Straße.

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Das Parken auf Gehwegen könnte durch die Stadt geahndet werden, wenn Fußgänger in solchen Fällen behindert und beeinträchtigt würden, fügt der Verkehrsexperte hinzu.

Die Stadt duldet das Parken auf den Bürgersteigen demnach aber auch nur, wenn niemand durch die abgestellten Fahrzeuge beeinträchtigt wird. Dies gilt aber nur für alle Straßen außerhalb des Promenadenrings, macht Vechtel deutlich. Außerdem müsse die Verkehrssituation vor Ort entsprechend sein. Innerhalb des Grüngürtels kennt die Stadt dagegen kein Pardon.

Mindestbreite von einem Meter

Generell gilt beim Parken auf Bürgersteigen die Einschränkung, dass ein Gehweg immer noch eine Mindestbreite von einem Meter haben muss. Sollte dies nicht der Fall sein, sagt Vechtel, könnten Fahrzeuge auch abgeschleppt werden. Gleiches gilt beim Parken auf Straßen. Konsequenzen könne nach Angaben des stellvertretenden Amtsleiters auch das Zuparken von Fahrbahnen habe. Vechtel spricht von einer Mindestbreite von drei Metern, die für die Durchfahrt einzuhalten sei.

Auch Fahrräder versperren den Gehweg

Ein wachsendes Problem vor allem innerhalb Münsters sind auch die mit Fahrrädern zugestellten Bürgersteige. Seit 2004 sei das Abstellen von Rädern auf Gehwegen erlaubt, erklärt Vechtel, der an Fahrradfahrer appelliert, Rücksicht zu nehmen. Wer beispielsweise mit dem Kinderwagen oder einem Rollstuhl vom Ring über die Wermelingstraße in Richtung Innenstadt geht, der muss die meiste Zeit die Straße benutzen. Norbert Vechtel verweist in diesem Zusammenhang bei Klagen auf den Servicedienst des städtischen Ordnungsamtes, der unter Telefon 492-1111 zu erreichen ist.

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