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Nach Tod eines Löwen im Allwetterzoo

Peta fordert Zirkus-Großkatzen für den Zoo

Münster

Die Tierrechtsorganisation Peta fordert nach dem Tod von Löwe Sulla den Allwetterzoo Münster auf, seine Zuchtpläne für Großkatzen aufzugeben. Stattdessen sollen Zirkustiere aufgenommen werden. Das hätte laut Peta gleich zwei Vorteile für den Zoo.

Allwetterzoo-Löwe Sulla ist in dieser Woche verstorben. Foto: Oliver Werner

Am Dienstag wurde Löwe Sulla im Allwetterzoo tot aufgefunden. Untersuchungen ergaben eine eitrige Gehirnentzündung bei der zwei Jahre alten Großkatze. Sulla sollte gemeinsam mit den Löwinnen Juma und Jasira für Nachwuchs im Zoo sorgen.

Die Tierrechtsorganisation Peta erneuert ihre Forderung an die Zooverantwortlichen. Demnach sollen die Zuchtpläne für Großkatzen aufgegeben und künftig ausschließlich Tiere aus Zirkusbetrieben aufgenommen werden.

Zirkustiere retten

Etwa 150 bis 200 Löwen und Tiger warten in deutschen Wanderzirkussen auf ihre Rettung – dort leiden sie unter der Haltung in engen Käfigwagen und der Dressur mit der Peitsche. Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass die Aufnahme geretteter Löwen dem Zoo Sympathien und gesteigertes Besucherinteresse einbringen würde.

„Während Zoos ständig Löwen nachzüchten, warten Dutzende dieser majestätischen Tiere in Zirkusbetrieben auf ihre Rettung. Denn obwohl es notwendig wäre, vermeiden Veterinärbehörden Beschlagnahmungen von Großkatzen, weil es nicht genug adäquate Auffangstationen gibt“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, Petas Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. „Peta appelliert an den Allwetterzoo Münster, von der Zucht abzusehen und nur noch Großkatzen aus dem Zirkus aufzunehmen.“

Kritik bereits im März

Bereits im März 2022 hatte Peta nach dem Tod der Tigerin Nely die Zuchtpläne des Allwetterzoos Münster kritisiert – nach dem Neubau des Tiger-Außengeheges hoffte der Zoo auf „ein Tiger-Jungtier als Publikumsmagnet“.

PETA setzt sich dafür ein, dass Großkatzen wie Tiger, Löwen und Leoparden – außer in Auffangstationen – nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden dürfen.

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