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Aussendungsgottesdienst im Dom

Pfadfinder bringen das Friedenslicht aus Bethlehem

Münster

In früheren Jahren reichten die Bänke des St.-Paulus-Domes in Münster nicht einmal aus, damit alle Besucher des Aussendungsgottesdienstes für das „Friedenslicht aus Bethlehem“ der Pfadfinder einen Sitzplatz bekamen. Am Sonntag durften – angesichts der Corona-Beschränkungen – lediglich rund 150 Teilnehmer vor Ort dabei sein. „Live“ waren es dennoch viel mehr:

Klaus Möllers

Von den Pfadfindern sowie Superintendent Holger Erdmann und Dompropst Kurt Schulte wurde das symbolische Friedenslicht Foto: klm

Der Gottesdienst wurde im Internet übertragen, ein Kameramann lief zwischenzeitlich für einen besseren Überblick durch die Gänge des Doms, und von zu Hause vom Computer oder vom Handy in der Kirche aus konnten Fürbitten digital auf eine Leinwand im Altarraum geschrieben werden.

Trotz der Beschränkungen war der Aussendungsgottesdienst laut Christian Schnaubelt vom Medienteam der Pfadfinder der bundesweit größte.

Das Licht war in der Geburtsgrotte Jesu entzündet und dann weiterverbreitet worden – über Salzburg gelangte es auch nach Münster. 1986 hatte der Österreichische Rundfunk (ORF) die jährliche Aktion ins Leben gerufen, das Bistum war am Sonntag zum 22. Mal dabei und eine Zwischenstation auf der bis dato rund 3600 Kilometer langen Reise.

An der Kerze entzündeten die Gottesdienstbesucher ihre eigene Kerze, um das Licht in ihrer Region weiterzuverbreiten. Es wurde nach Steinfurt, Borken, Warendorf, Coesfeld und Recklinghausen gebracht. Auch im Raum Münster wird es bis Heiligabend auf diese Weise weitergereicht.

Als Leitgedanken haben die fünf Pfadfinder-Verbände in diesem Jahr den Satz „Frieden überwindet Grenzen“ gewählt. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Münster, Holger Erdmann, sagte in seiner Predigt: „Das Licht der Welt kennt keine Grenzen. Und das Friedenslicht auch nicht.“ Bjarne Thorwesten, Stammesvorsitzender des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Münster-Hiltrup, erklärte: „Jetzt kommt das Licht auch zu uns. Wir lassen es an uns heran, stellen es in unserer Mitte. Es soll die Welt, friedlicher, besser und lebendiger machen.“

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