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Neue Show im Planetarium

Eine Reise in die Zukunft des Alls

Münster

Zeit für eine Reise zu den Sternen: Das Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde zeigt in einer neuen Show die Zukunft des Alls. Und zwar auch die ferne Zukunft.

Ein roter Zwergstern, die häufigsten unserer Sterne, leuchten am Schwächsten, leben dafür aber am Längsten. Sie werden alle anderen Sterne überdauern. Foto: LWL/Robert Robert

Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde auf der Sentruper Höhe zeigt ab Freitag (23. September), 18 Uhr, die neue Show „Ziel: Zukunft“. Für die Show haben sich laut Pressemitteilung des Museums 16 Planetarien aus Deutschland und Österreich unter Leitung von Dr. Björn Voss, Chef-Astronom beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), zusammengeschlossen, um der Frage nachzugehen, wie sich das Universum und der Planet Erde zukünftig entwickeln wird.

Das Programm für Erwachsene und Jugendliche wird bis zum 2. Oktober immer freitags und samstags um 18 Uhr, sonntags um 17 Uhr sowie Mittwoch und Donnerstag um 16 Uhr gezeigt.

Bekannte Stimmen in der Planetariumsshow

Die Show ist ein Gemeinschaftsprojekt von Planetarien in Augsburg, Bochum, Kiel, Mannheim, Münster, Osnabrück, Wolfsburg, Schwaz (Österreich), Cottbus, Glücksburg, Berlin, Göttingen, Chemnitz, Freiburg, Klagenfurt (Österreich), Halle. Die Synchron- und Werbesprecherin Petra Konradi sowie der Schauspieler Tom Zahner verleihen dem Programm ihre Stimme. Johannes Kraas hat die Musik komponiert.

„Was sich auf der Erde in den nächsten Jahrhunderten ereignet wird, können wir nicht wissen“, sagt Voss zum Inhalt des Programms. „Aber was in Milliarden Jahren im All passieren wird, kann die Astronomie verlässlich vorausberechnen“, so der Astrophysiker. Was geschieht mit der Erde, mit der Sonne und mit dem gesamten Universum? Bei der astronomischen Zeitreise bis in die ferne Zukunft erhalten die Planetariumsgäste in rund 45 Minuten eine Antwort auf die Frage.

Die Menschheit entwickelt sich weiter

„Aufgrund der fortwährenden menschlichen Neugier – unseren Beobachtungen, Forschungen, Entdeckungen und dem gegenseitigen Austausch von Wissen – entwickelt sich die Menschheit immer weiter“, erklärt Prof. Dr. Susanne Hüttemeister vom Planetarium Bochum, die maßgeblich an der Produktion beteiligt war. Die Show zeige den Besuchern, dass durch die moderne Wissenschaft die Geschichte des Universums entschlüsselt und damit auch die eigene, menschliche Herkunft aufgedeckt werden könne. Mit dem „Blick der Wissenschaft“ überwinde die Menschheit Raum und Zeit.

Im Verlauf des Programms werden weitere Fragen beantwortet: Wie wird sich das Leben auf der Erde verändern? Wie wird das Ende der Sonne aussehen?

Zunächst in die Vergangenheit, dann in die Zukunft

Bevor es auf die Reise in die Zukunft geht, werden die Zuschauer mit in die Vergangenheit genommen: Es geht 14 Milliarden Jahre zurück in die Entstehungszeit des Universums, als die ersten Sterne und Galaxien entstanden sind. Eine der Galaxien ist die Milchstraße mit Milliarden von Sternen und Wolken aus Gas und Staub. In einer solchen rot leuchtenden Gaswolke entstand vor viereinhalb Milliarden Jahren die Sonne.

Im Laufe von Millionen Jahren verändern sich auf der Erde die Landschaften, Gebirge und Meere und sogar ganze Kontinente. „Die Erdplatten werden im heißen Inneren der Erde sehr langsam verschoben und das ist messbar. Es sind zwar nur wenige Zentimeter pro Jahr, doch über Jahrmillionen driften die Kontinente dramatisch“ so Voss. Afrika wandert nach Norden. Gleichzeitig wird das Mittelmeer immer schmaler und verschwindet schließlich ganz. In etwa 250 Millionen Jahren werden sich dann alle Kontinente zu einer einzigen Landmasse zusammenschieben und zu einem Riesen-Kontinent werden.

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