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Verschärfte Corona-Regeln in der Gastronomie

„Plus“ scheint kein Problem zu sein

Münster

Erst 3G, dann 2G, jetzt 2G-plus – in der Innenstadt-Gastronomie scheinen sich die Gäste darauf einzustellen. Am Wochenende schien es dort fast überall rund zu laufen.

Von Lukas Speckmann

Gewissenhafte Kontrollen am Eingang wie hier beim Fyal am Geisbergweg sind selbstverständlich. Die Gäste haben ihre Unterlagen schon in der Hand. Foto: spe

Wenn die 2G-plus-Vorgaben in der Gastronomie ein Problem sein sollten – zumindest in der Innenstadt ist am ersten Wochenende nach Einführung der strengeren Regelung davon nicht viel zu spüren.

Die Stadt ist am Samstag gut besucht, fast noch stärker als an den Adventssamstagen. Und in den Restaurants und Cafés herrscht reger Betrieb, bisweilen sogar Hochbetrieb. Die Befürchtung, der Nachweis eines tagesaktuellen Tests zusätzlich zum Impfstatus könne die Gäste abschrecken, scheint sich nicht zu bestätigen. Allerdings sind auch die Außenplätze ungewöhnlich gut besetzt.

Viele Gäste sind geboostert

Marcus Geßler, Sprecher der Innenstadt-Gastronomen, bestätigt diesen Eindruck: „Der Kontrollaufwand ist wesentlich größer geworden. Aber der Umsatz war okay.“ Es sei eher das Wochengeschäft, das unter den verschärften Regeln zu leiden habe: „Die spontanen Besuche tagsüber fallen flach“, meint er.

„Das Wochenende ist gut reserviert“, sagt auch Josef Heinrich Horstmöller vom Alten Gasthaus Leve. Dass die für den Jahreswechsel typischen Firmenfeiern ausfallen, sei schon deutlicher zu spüren. Und die 2G-plus-Kon­trollen? „Das ist unproblematisch. Die meisten Gäste sind geboostert.“

Christian Feldmann vom Restaurant Feldmann, das nach zweiwöchiger Renovierung am Wochenende gerade wieder geöffnet wurde, hat ähnliche Erfahrungen gemacht: „Die Gäste haben an der Tür Smartphone und Ausweis bereits in der Hand.“ Insgesamt aber gebe es weniger Reservierungen – und immer noch einige Absagen.

Kontroll-App braucht ein Update

Kein großer Mehraufwand sei es von 2G zu 2G-plus, meint Franz-Ludwig Feldhaus vom Gasthaus Stuhlmacher: „Für uns ist das nicht sehr schlimm.“ Lästig nur, dass die Kontroll-App technisch nicht imstande sei, die Booster-Impfung zu erkennen, die bei den meisten Gästen das „plus“ ersetzt.

So müssten die Mitarbeiter in jedem Fall noch einmal nachsehen, ob es sich wirklich um die dritte von drei Impfungen handele. In der Gastronomie-Szene werde gerade versucht, italienische Apps für die unkomplizierte Kontrolle einzusetzen. „Ein Update würde alles viel einfacher machen“, meint Feldhaus.

Anstrengende Diskussionen an der Tür? Es komme mal vor, dass ein Gast mit nur einer Impfung plus Test Einlass begehre, heißt es hin und wieder. Aber das seien wenige Ausnahmefälle.

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