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Debatte zur Kritik am Drogenhilfeverein

Politisches Bekenntnis zu Indro

Münster

Der zwischenzeitlich abgelöste Polizeichef hatte unlängst den Drogenhilfeverein Indro kritisiert. Im Rat kam das am Mittwoch gar nicht gut an.

Dirk Anger

Helfer des des Vereins Indro bei der Arbeit

Dem abgelösten Polizeipräsidenten Rainer Furth weint SPD-Fraktionschef Dr. Michael Jung keine Träne nach: „Ein Glück, dass er weg ist“, sagte Jung in der aktuellen Stunde des Rates zur Kritik des Ex-Polizeichefs am Drogenhilfeverein Indro, bei dem Furth nach eigenen Worten „keine Ansätze“ erkannte, Menschen zu helfen. Jung wie Redner aller anderen Parteien im Rat würdigten dagegen die Arbeit von Indro. Diese gehöre weiter gefördert von Stadt und Land.

Niemand wolle Spritzen im Sandkasten, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Weber mit Blick auf das Angebot von Indro. Allerdings warf er Jung vor, auf einem Auge blind zu sein. „In Münster darf es keine Kriminalitätsschwerpunkte geben.“ Man müsse beide Aspekte in den Blick nehmen. „Es ist gut und richtig, dass die Polizei verschärft kontrolliert“, hob FDP-Fraktionschef Jörg Berens hervor.

Lob gab es von der SPD für den Einsatz von CDU-Ratsvertreter Richard Halberstadt. Dieser verwies auf die breite Zusammenarbeit im Bahnhofsviertel, um die dortigen Probleme zu lösen.

Auch in der Verwaltung hatten die Furth-Äußerungen zu Indro für „erhebliche Irritationen“ gesorgt, wie Dezernent Thomas Paal sagte. Es sei sozialpolitisches Ziel, Menschen im öffentlichen Raum nicht in Lebensgefahr kommen zu lassen.

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