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Direktionsleiter

Polizei hat zwei neue Chefs

Münster

Münsters Polizei hat zwei neue Chefs in der zweiten Führungsriege: Martin Mönnighoff leitet die Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz, Martin Fischer übernimmt die Direktion Verkehr. Die jeweiligen Herausforderungen sind groß.

Ralf Repöhler

Direktionsleiter Martin Mönnighoff: „Größere Lagen nehmen zu, in Münster gibt es fast täglich Demonstrationen.“ Foto: Oliver Werner

Die Polizei Münster hat zwei neue Chefs für zwei ganz zentrale Aufgabenfelder der täglichen Polizeiarbeit: Martin Mönnighoff ist neuer Direktionsleiter Gefahrenabwehr/Einsatz, Martin Fischer neuer Direktionsleiter Verkehr.

Zusammen mit dem Direktionsleiter Kriminalität, Frank Kaiser, und dem Direktionsleiter Zentrale Aufgaben, Günter Gross, die beide schon länger im Amt sind, ist damit die zweite Führungsriege im Polizeipräsidium Münster rechtzeitig wieder komplett, wenn Polizeipräsident Hajo Kuhlisch mit Ablauf des Monats Januar 2020 in den Ruhestand geht. „Die Direktionsleiterriege ist mit diesen vier Führungskräften erstklassig besetzt“, sagt Kuhlisch. Die zweite Führungsreihe ist direkt dem Polizeipräsidenten unterstellt und vergleichbar mit den Dezernenten der Stadtverwaltung.

Neue Herausforderungen meistern

Der Leitende Polizeidirektor Martin Mönnighoff übernimmt als Nachfolger von Rainer Schieferbein mit Gefahrenabwehr/Einsatz den personalintensivsten Bereich. Der neue Direktionsleiter ist Vorgesetzter von 600 der insgesamt 1200 Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Münster.

Der 58-jährige Sauerländer war lange Zeit beruflich in Köln, aber auch Fachbereichsleiter an der Deutschen Hochschule der Polizei in Hiltrup und sechs Jahre als Leiter der Polizeiin­spektion Chef sämtlicher Wachen sowie des Bezirks- und Schwerpunktdienstes. In dieser Zeit war er unter anderem zuständig für den Einsatz während des Katholikentags in Münster und für sämtliche Fußballspiele des SC Preußen Münster.

Die Herausforderungen für die Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz sind vielfältig. „Größere Lagen nehmen zu, in Münster gibt es fast täglich Demonstrationen“, sagt Mönnighoff. Seien es im Jahr 2011 noch 80 Demonstrationen im Jahr gewesen, waren es im nun zu Ende gehenden Jahr über 300. Die Hundertschaft der Polizei ist ständig gefordert, ob bei Demonstrationen, der Sicherheit bei Fußballspielen oder bei der Absicherung von Urantransporten. „Wir müssen uns auf die zunehmend großen Herausforderungen neu einstellen, uns darauf vorbereiten und gleichzeitig die steigende tägliche Einsatzlage bewältigen“, sagt Mönnighoff.

Neuer Leiter der Direktion Verkehr: Martin Fischer Foto: Matthias Ahlke

Münsters Verkehr regeln

Martin Fischer (50), bislang Leiter des Leitungsstabes, also des direkten Führungsorgans des Polizeipräsidenten, folgt auf Rudi Koriath als Direktionsleiter Verkehr. Fischer begann beim Bundeskriminalamt, unter anderem mit der Bekämpfung des Rechtsextremismus, ging für die Kripo Köln und Münster gegen die organisierte Kriminalität vor und war neun Jahre bei Spezialeinheiten, zuletzt Leiter der Spezialeinheit Essen.

Der Leitende Polizeidirektor ist Chef von über 280 Polizisten, die sich um den Verkehr in Münster und auf den Autobahnen im Regierungsbezirk kümmern.

Ein Hauptaugenmerk gilt den Radfahrern. „Münster zählt zu viele Verkehrsunfälle mit Radfahrern. Häufig werden Radfahrer durch abbiegende Autos übersehen und kommen dabei zu Schaden“, sagt Fischer. Gleichwohl werden knapp die Hälfte aller Unfälle von Radfahrern selbst verursacht. Der Direktionsleiter möchte die Verkehrssicherheit der Radfahrer, seit Jahren Behördenziel, erhöhen, auch durch eine intensivere Öffentlichkeitsarbeit.

Fischer rechnet mit einem Wandel der Verkehrsinfrastruktur in Münster. „Der Klimawandel und die damit verbundenen Diskussionen werden zu einer Neuverteilung des Verkehrsraums führen. Die Polizei hat dabei eine beratende Funktion, entscheiden muss die Politik“, sagt Fischer.

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