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Info-Arbeit an der Wolbecker Straße

Polizei-Präsenz im Nadelöhr

Münster

Die Wolbecker Straße ist ein Unfallschwerpunkt. Unsere Zeitung war dabei, als zwei Polizeibeamte das Geschehen näher beobachteten und Aufklärung betrieben.

Klaus Baumeister

Die Polizeibeamten Stefanie Mirbach und Marcus Schulze an ihrem Info-Stand an der Wolbecker Straße. Foto: kb

Die beiden Polizisten Stefanie Mirbach und Marcus Schulze stehen gerade einmal 20 Minuten an ihrem Info-Tisch, da haben sie schon alles gesehen, was die Wolbecker Straße so gefährlich macht. Als da wäre:

► Eine junge Frau kommt mit einer Einkauftasche aus dem Rewe-Markt, zwängt sich zwischen zwei parkende Autos und will die Wolbecker Straße in Richtung Drogeriemarkt überqueren. „An dieser Stelle ist sie für Autofahrer nur schwer zu sehen“, benennt Mirbach die Gefahr.

► Zwei Jungen albern auf dem Bürgersteig herum, geraten unverhofft auf den Radweg und zwingen eine Radlerin zum Abbremsen.

► Eine Radlergruppe stellt die Räder direkt vor dem Rewe-Markt ab. Der Bürgersteig ist „voll“, Fußgänger weichen auf den Radweg aus, der Konflikt mit Radlern ist vorprogrammiert.

► Ein Autofahrer möchte nach links vom Rewe-Parkplatz auf die Wolbecker Straße abbiegen, fährt zu weit auf den Radweg vor, ein Radler weicht aus.

► Eine Frau stellt ihr Auto auf dem Parksteifen ab, öffnet die Beifahrertür, um nach dem Einkaufskorb zu greifen, ein Radler weicht aus.

► Zwei Radler fahren auf dem Radweg nebeneinander. Ein Mann verlässt die Rewe-Filiale und erschreckt sich, weil die Radler direkt an ihm vorbeisauen.

Nun, in allen Fällen haben Mirbach und Schulze mit den Verkehrsteilnehmern gesprochen, sie teilweise auch ermahnt und dabei „Präsenz gezeigt“, wie Stefanie Mirbach es ausdrückt.

Die enge Wolbecker Straße mit ihrem gleichermaßen hohen Anteil an Fußgängern, Radlern, Autos und Bussen ist ein so genannter Unfallhäufungspunkt.

Im ersten Halbjahr 2019 sind hier 58 Radler verunglückt, 18 davon haben sich verletzt. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Jahres 2018 waren es 36 Unglücksfälle mit elf Verletzten. Mit Info-Ständen wie diesem am Donnerstag will die Polizei gegensteuern – und setzt auf Information.

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