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Wechsel nach Köln

Polizeipräsident Falk Schnabel: Abschied nach 16 Monaten

Münster

Nach nur 16 Monaten im Amt verabschiedet sich Polizeipräsident Falk Schnabel wieder aus Münster. Der 52-Jährige wechselt nach Köln - und verlässt das Münsterland nach eigenen Angaben nicht leichten Herzens.

Von Ralf Repöhler und Dirk Anger

Falk Schnabel ist aktuell Polizeipräsident der Stadt Münster. Nun wechselt er jedoch nach Köln. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Vor wenigen Tagen habe sich NRW-Innenminister Herbert Reul persönlich bei ihm gemeldet und seinen Vorschlag angedeutet, verriet Münsters Noch-Polizeipräsident Falk Schnabel am Dienstagmittag. Kurz zuvor hatte das Landeskabinett in Düsseldorf sein offizielles Okay für die wichtige Personalie gegeben: Schnabel, erst seit 16 Monaten auf dem Chefsessel am Friesenring, soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt neuer Polizeipräsident in Köln werden. Schnabel wird Nachfolger des früheren LKA-Chefs Uwe Jacob, der bereits Ende Januar als Polizeipräsident von Köln in Pension gegangen war.

Damit wird der 52-Jährige Chef von 5000 Mitarbeitenden und macht auf der Karriereleiter einen weiteren Sprung nach oben. In Münster hatte Schnabel das Kommando über gut 2000 Beschäftigte. Bevor er nach Münster zur Polizei wechselte, war der Jurist unter anderem Leiter der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft.

Schnabel ist erst seit 2020 Polizeipräsident in Münster

Er bringe alle Voraussetzungen mit, die ein Kölner Polizeipräsident brauche, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul. Dabei diente dem CDU-Politiker die Arbeit Schnabels an der Spitze des münsterischen Präsidiums offenbar als Blaupause: „In seiner Zeit in Münster hat Falk Schnabel vieles angepackt und bewegt“, so der Innenminister.

Kommentar: Konstanz erwünscht

Er freue sich riesig über die Entscheidung des Kabinetts, sagte Schnabel gegenüber unserer Zeitung. Allerdings gehe er nicht leichten Herzens und bedauere es, dass er viele Sachen, die auf den Weg gebracht worden seien, nicht mehr begleiten könne.

Missbrauchsfall Münster und Ausschreitungen am Aasee

Schnabel ist erst seit Dezember 2020 Polizeipräsident in Münster. Neben den intensiven Aufklärungsarbeiten im Missbrauchkomplex um Adrian V. setzte er unter anderem Schwerpunkte bei der öffentlichen Sicherheit, so mit Razzien im Bahnhofsmilieu, aber auch im vergangenen Sommer am Aasee. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt Münster wurde unter Schnabels Ägide intensiviert.

Oberbürgermeister Markus Lewe bedauerte Schnabels Abschied aus Münster. Gemeinsam habe man viel bewegt. „Ich bedanke mich für die immer sehr konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, so Lewe.

Wann genau Schnabel nach Köln wechselt, steht noch nicht fest.

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