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Allwetterzoo zieht gemischte Jahresbilanz

Positiver Ausblick trotz finanzieller Verluste

Münster

Der Allwetterzoo hat Bilanz für das Jahr 2020 gezogen – und die ist wenig überraschend von der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Schließungen des Zoos beeinflusst. Doch der Zoo bleibt optimistisch.

wn

Der Riesenibis, einer der seltensten und bedrohtesten Vögel der Welt. Im ACCB, das auch vom Artenschutz-Euro profitieren wird, leben mittlerweile drei dieser seltenen Federträger. Foto: Allwetterzoo/ACCB

Der Allwetterzoo Münster hat Jahresbilanz gezogen – und die ist wenig überraschend von der Corona-Pandemie beeinflusst. Seit dem 2. November ist der Zoo erneut für Besucher geschlossen, ein Termin für eine Wiedereröffnung ist derzeit noch nicht in Sicht. „Eine finale Endabrechnung können wir noch nicht machen. Aber alleine durch die zweite Schließung werden uns, trotz der Unterstützung vom Land NRW, der Stadt Münster und dem Zooverein, über 200 000 Euro fehlen“, sagt die Geschäftsführerin des Allwetterzoos, Dr. Simone Schehka, in einer Pressemitteilung des Allwetterzoos.

Das Zoo-Team ist dennoch glücklich über die Unterstützung von Seiten der Politik und der Zivilgesellschaft: „Sehr viele Menschen unterstützen uns mit Tierpatenschaften, mit Einkäufen in unserem digitalen Zooshop, dem Kauf von Jahreskarten oder auch mittels Geldspenden. Das hilft uns, gibt uns auch ein gutes Gefühl – ist aber keine langfristige Lösung“, sagt Schehka.

Jahreskartenverkauf eher schwach

So seien unter anderem die normalerweise guten Verkaufszahlen von Jahreskarten in diesem Weihnachtsgeschäft bisher eher schwach. „Wir wissen nicht woran es liegt. Zumal die Jahreskarten für volle 365 Tage ja auch erst ab dem Tag gelten, an dem sie das erste Mal eingelöst werden.“ Aber da die noch gültigen Jahreskarten für die Zeit des Lockdowns automatisch verlängert werden, scheint das Angebot derzeit wenig attraktiv. „Dabei haben wir noch bis zum Jahresende eine besondere Rabattaktion am Laufen“, wirbt die Zoo-Geschäftsführerin.

Aber nicht nur der Allwetterzoo, auch die vielen Artenschutzprojekte, die aktiv und passiv aus Münster unterstützt werden oder wie im Falle des ACCB und IZS dem Allwetterzoo zu 100 Prozent gehören, leiden unter der Corona-Epidemie. Umso mehr sieht sich hier die Geschäftsführung bestätigt, dass die Einführung des freiwilligen Artenschutz-Euros in 2021 ein guter Grundgedanke ist.

Freiwilliger Euro für den Artenschutz

Bereits im Mai hat der Aufsichtsrat der Idee zugestimmt, den freiwilligen Artenschutz-Euro einzuführen. Mit Jahresbeginn 2021 kann der Eintritt in den Zoologischen Garten daher einen Euro mehr kosten, wenn dem nicht im Vorfeld widersprochen wird. Jahreskarten kosten maximal fünf Euro mehr. Das Geld fließt zu 100 Prozent in die zooeigenen Artenschutzbemühungen und sichert langfristig deren Arbeit.

Daneben gibt es weitere Pläne für 2021. So können sich Besucher auf neue Tiere und Gehege freuen. Auch wird Anfang Januar der erste Spatenstich für die Merantihalle erfolgen und es sind viele attraktive Events sowie Aktionstage im anstehenden Jahr 2021 geplant.

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