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Bildungsmesse „Horizon“ in der Halle Münsterland

Praxisnahe Berufsorientierung

Münster

Viel los war am Wochenende bei der Bildungsmesse „Horizon“ in der Halle Münsterland. Unter anderem präsentierten sich Universität und Bundeswehr.

Von Helmut P. Etzkorn

Die Bildungsmesse „Horizon“ ermöglichte Schülern am Wochenende in der Halle Münsterland eine praxisnahe Berufs- und Studienorientierung. Die Resonanz war laut Veranstalter groß. Foto: hpe

Es ist das zentrale Event für die Orientierung nach dem Abi und die Chance, „einfach mal in Berufsbilder reinzuschnuppern“, wie es die 17-jährige Pia aus Senden sagt.

Am Wochenende bot die Bildungsmesse „Horizon“ in der Halle Münsterland reichlich Perspektiven für den Übergang zwischen zwischen Abi, Studium und Beruf. Die Resonanz war auch deshalb gut, weil endlich einmal wieder „live vor Ort“ Orientierungsmöglichkeiten für das Leben nach der Schule möglich waren.

„Wir haben uns vorher im Internet informiert und sind bewusst offen für Angebote, die wir bislang noch nicht auf dem Schirm hatten“, sagen Mandy und Cathrin, beide 18 Jahre alt und „offen für Neues“.

Und wer gleich nach seiner Ausbildung mit 8000 Euro Grundgehalt einsteigen will, war am Stand der Deutschen Flugsicherung richtig. Unter dem Motto „Weil der Himmel uns braucht“ sucht Roman Plach angehende Fluglotsen, die schon im ersten Ausbildungsjahr mit 1500 Euro rechnen können. „Wir brauchen junge Leute als Projektmanager, im Controlling, bei der Forschung und natürlich im Lotsendienst“, so Plach. Weil allerdings 95 Prozent der Bewerber den schwierigen Einstellungstest nicht packen, sei man „immer auf der Suche „nach allen, die hoch hinaus wollen mit Bodenhaftung“.

Mehr als nur „Ware wegräumen“

Ein paar Meter weiter fahndet Katharina Vorsthove vom Discounter Lidl nach Azubis, egal ob Hauptschulabschluss oder Vollabitur. „Ich räume mit dem Vorurteil auf, dass man im Supermarkt nur Ware wegräumen kann“, so Vorsthove. Aufstiegschancen zum Filialleiter, Kaufmann im Büromanagement oder zur Fachkraft in einem der 39 Logistikzentren seien möglich „für Leute, die vom ersten Tag zum Team gehören wollen und anpacken können“, so Vorsthove.

Die Geoinformatiker der Uni Münster haben einen kleinen Sandkasten mit Hügeln aufgebaut, simulieren am Höhenmodell Überschwemmungsgebiete und bieten Luftbild-Drohnenkurse an. „Praxisnah studieren und an internationalen Forschungsprojekten mitwirken“, wirbt Jan Stenkamp für den Bachelor-Abschluss am Uni-Institut.

Größter Arbeitgeber Deutschlands

Bei der Bundeswehr steht in tarnfarben „Bei uns geht es ums Weiterkommen. Nicht nur ums Stillstehen“. Gerade im Verwaltungsdienst sei „jetzt sehr viel möglich beim größten Arbeitgeber Deutschlands“, so Andreas Schell von der Karriereberatung.

Martina Hlucha vom Veranstalter Scope Messestrategie freut sich über die große Resonanz: „Unternehmen können gezielt potenzielle Bewerber ansprechen, junge Besucher erhalten eine fundierte Orientierung.“

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