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Beschlussvorlage für den Rat

Preußenstadion: Ausbau in mehreren Etappen

Münster

Ob das Preußenstadion bis 2027 tatsächlich runderneuert ist, scheint fraglich. In der ersten Ausbaustufe sollen 40 Millionen Euro verbaut werden. Was danach kommt, hängt von den Finanzen der Stadt ab.

Von da/pd

Die Freude beim symbolischen Spatenstich zur Sanierung des Preußenstadions war groß Foto: Dirk Anger

Was die häufig bemühten Spatzen schon länger von den Dächern an der Hammer Straße pfiffen, zeichnet sich nun ab: Die Umgestaltung des betagten Preußenstadions wird sich aus finanziellen Gründen in mehreren Ausbaustufen vollziehen, wie die Stadtverwaltung dem Arbeitskreis Stadion am Mittwoch vorschlug. Ob es dabei gelingt, das avisierte Ziel umzusetzen, das Stadion bis 2027 rundzuerneuern, scheint angesichts der Finanzlage eher fraglich.

Zum Hintergrund: Eine Machbarkeitsstudie, die im Dezember von der Stadtverwaltung öffentlich vorgestellt worden ist, bezifferte die Kosten für die Realisierung aller Ausbau-Bausteine zuletzt auf 111,4 Millionen Euro netto. Weil im Haushaltsansatz der Stadt Münster nur 40 Millionen Euro vorgesehen sind, soll ein sogenannter Totalübernehmer nun ein Baukonzept vorlegen, bei dem im ersten Schritt mit 40 Millionen Euro eine erste, weiterhin voll nutzbare Ausbaustufe realisiert werden kann.

Ausbaustufen je nach Finanzlage

Allerdings sollen die weiteren Ausbaustufen von Anfang an schon geplant, aber je nach politischem Beschluss und verfügbaren Haushaltsmitteln optional auch erst später umgesetzt werden können, heißt es von der Stadt.

Die Stadtverwaltung hat dem Arbeitskreis Stadion, dem neben Vertreterinnen und Vertretern aus dem Rat der Stadt auch die Spitze des SC Preußen Münster und des Stadtsportbundes angehören, eine entsprechende Beschlussvorlage vorgestellt. Über diese soll der Rat am 7. September entscheiden.

Wenn die Politik zustimmt, kann das Projekt danach unmittelbar ausgeschrieben werden, heißt es vonseiten der Stadt. Gesucht werde dann ein Totalübernehmer, der mit möglichst hoher Termin- und Kostensicherheit das gesamte Stadion bedarfsgerecht ausbaut.

Reihenfolge der Arbeiten muss festgelegt werden

Grundlage der bisherigen Planung ist eine Ausbauvariante inklusive Business-Bereichen und Logen sowie optionalen Eckgebäuden im Südwesten und Südosten für verschiedene sportbezogene Nutzungen. Die Entscheidung, welche dieser Module wann realisiert werden sollen, ist dem Rat vorbehalten.

Realisierungsumfang und -Reihenfolge folgender Module können laut Stadt noch festgelegt werden:

  • Rückbau und Errichtung der Westtribüne (bereits gestartet)
  • Rückbau und Errichtung der Osttribüne
  • Rückbau und Errichtung der Nordtribüne (dort sollen zusätzliche Logen, Business- und Veranstaltungsbereiche entstehen, die der SCP bzw. deren Vertragspartner ausbauen werden)
  • Anpassung der Südtribüne zur Erfüllung der Zweitligatauglichkeit
  • Umsetzung eines Nachhaltigkeits- und Energiekonzepts
  • Errichtung einer Mobilstation für die spieltagsbezogenen Verkehre einschl. Deckung der Stellplatzbedarfe
  • Optionaler Ausbau der Südostecke mit Stadion-Kita
  • Optionaler Ausbau der Südwestecke zur Deckung der Raumbedarfe des SCP für die Geschäftsstelle und Entwicklungspotenziale des Profi- und Nachwuchsleistungszentrums-Bereichs durch den SC Preußen Münster, seine Investoren; gegebenenfalls in Kooperation mit anderen Vereinen

Ziel bleibt zweitligataugliches Stadion

Der in der Stadtverwaltung zuständige Beigeordnete Thomas Paal betont: „Mit der Ausschreibung des Projektes gehen wir nach jahrelangen Vorarbeiten in die Umsetzungsphase über.“ Das Ziel des zweitligatauglichen Stadions an der Hammer Straße bestehe auch in finanziell herausfordernden Zeiten.

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