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Zwischennutzung 

Neuer Raum für urbane Themen am Prinzipalmarkt

Münster

Direkt am Prinzipalmarkt soll für einige Wochen eine Fläche entstehen, auf der ganz verschiedene Veranstaltungen denkbar sind. Tobias Viehoff stellt eine Fläche am Prinzipalmarkt 41 zur Verfügung und sammelt noch gute Ideen für mögliche Nutzungen.

Möchte in den nächsten Monaten Raum für urbane Themen bieten: Tobias Viehoff, Eigentümer des „Knipperdolling-Hauses“ am Prinzipalmarkt 41. Foto: Peter Leßmann

Ende Juli verließ der italienische Herrenfashion-Händler Boggi das Ladenlokal des Viehoff-Hauses am Prinzipalmarkt 41. Im Januar soll dort der nächste Mieter einziehen. Wer das sein wird, verriet Tobias Viehoff in einer Pressemitteilung am Dienstag zwar noch nicht, dafür äußerte er sich zu dem, was bis zum kommenden Jahr in dem Haus passieren soll – und das ist durchaus spannend.

Denn für einige Wochen soll im sogenannten Knipperdolling-Haus „eine zentrale Fläche für „urbane Events und Debatten“ entstehen. „P 41 – Urban Club“ nennt Vermieter und Hauseigentümer Tobias Viehoff die Zwischennutzung.

Derzeit würden dort zwar noch das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss saniert, da man aber bereits im vergangenen Jahr vom Dach bis ins zweite Obergeschoss durchsaniert habe, sieht Viehoff Raum für die beschriebene Zwischennutzung.

Kein Abverkauf im Outlet-Stil

Dabei hat er eine klare Vorstellung von dem, was dort zwischenzeitlich einziehen soll – und was nicht. „Wir hätten die Fläche in dieser Zeit auch für gutes Geld zwischenvermieten können. Das wäre dann aber wohl Abverkauf mit roten Preisen im Outlet-Stil geworden“, wird Viehoff in einer Pressemitteilung seines Hauses zitiert.

Und er macht deutlich: „Das wollte ich nicht. Diese Art von Geschäften steht für den Niedergang vieler Innenstädte. In Münster mit seinem riesigen Potenzial ist das das falsche Signal“, so der Hauseigentümer. Daher soll es nun eine andere, und vor allem für die Stadt deutlich spannendere Lösung geben.

Unter dem Label „Urban Club“ werden für einige Wochen Ausstellungen, Vorträge, Diskussionsveranstaltungen oder auch Kulturevents stattfinden. Wichtig sei der gemeinsame Nenner, denn laut Viehoff soll es um Urbanität und aktuelle Debatten zu diesem Thema gehen.

Kunst, Kultur und Handel

Der Münsteraner möchte die freien Räumlichkeiten in „Eins-A-Lage“ daher Veranstaltern zur Verfügung stellen. Welche Initiativen oder Institutionen die Fläche konkret nutzen werden, werde aktuell diskutiert, heißt es in der Mitteilung aus dem Hause Viehoff.

Mit dem Zentrenmanagement bei Münster Marketing laufen demnach Gespräche über ein Ausstellungsformat im September. Anfang Oktober sollen Kunst, Kultur und Handel bei einem Pop-Up-Event, einem sogenannten „Monkey Market“ aufeinander treffen.

Viehoff betont aber auch: „Wir sind noch offen für weitere gute Ideen.“

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