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Zukunftswerkstatt Kreuzviertel hilft direkt

Produkte für Notleidende in Kiew

Münster

Die Zukunftswerkstatt schleust gerade mitten durch die Kampfhandlungen in der Ukraine angeforderte Hilfsgüter direkt zu Kinderheimen und Krankenhäusern ins umkämpfte Kiew.

Von Karin Höller

Insgesamt zwei Tonnen an Hilfsgütern hat die Zukunftswerkstatt Kreuzviertel gekauft und direkt nach Kiew geschickt. Foto: Zukunftswerkstatt Kreuzviertel

Der Hilferuf aus ­Kiew wurde in der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel jetzt in pragmatische Hilfe umgesetzt. Mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, Bettdecken und anderen Hilfsgütern für Kinderheime und Krankenhäuser im hart umkämpften Kiew wurde ein 7,5-Tonner auf die Reise geschickt. Ein abenteuerliches Unterfangen, wie Frank Laue deutlich macht.

Bis zur maximalen Gewichtsgrenze war am Dienstag ein Lkw, den die Spedition GE Transport und Logistik aus Lüdinghausen zur Verfügung gestellt hatte, beladen worden. Unter anderem mit 1000 Packungen Pampers, 210 Bettdecken und „Nahrungsmitteln, die man schnell mit heißem Wasser zubereiten kann“, betont Laue. Also allein 100 Kilo Kartoffelpüree, darüber hinaus Haferflocken, Nudeln, Eintöpfe und Süßigkeiten. Die Lüdinghauser Spedition habe auch einen polnischen Fahrer mit ukrainischen Sprachkenntnissen gestellt. Laue: „Angesichts der mittlerweile angespannten Situation auch in Polen gab uns dies die Sicherheit, die Waren mit einem landeskundigen Fahrer auch zum vereinbarten Treffpunkt bringen zu können.“

Übergabe an der polnisch-ukrainischen Grenze

In Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze sei die Fracht an das ukrainische Hilfsteam übergeben worden. In kleineren Fahrzeugen seien so die sehnlich erwarteten Hilfsgüter am Kriegsgeschehen vorbei nach Kiew geschleust worden.

Ein Geschäftsmann aus Kiew, der laut Laue auch Münster von seinen Besuchen gut kennt, arbeite in Kiew mit freiwilligen Helfern zusammen, um die Verteilung an die Notleidenden zu organisieren.

Dank einiger großzügiger Spender konnten laut Laue innerhalb von wenigen Tagen in Münster rund zwei Tonnen Hilfsgüter vorfinanziert werden. Um den gesamten Finanzierungsrahmen abdecken zu können und weitere Transporte zu finanzieren, bittet die Zukunftswerkstatt um weitere Spenden.

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