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Vorlesung der Kinderuni

Professor Bürklein zeigt Zähne

Münster

Die Vorlesungszeit für die Kinderuni von Westfälischer Wilhelms-Universität Münster und Westfälischen Nachrichten hat begonnen. Zum Auftakt ging es um Zähne – von denen manches Tier viel mehr hat als der Mensch.

Von Karin Völker

Prof. Sebastian Bürklin erklärte bei der Kinderuni, wie man sein Leben lang die Zähne gesund erhält. Dazu zählt natürlich: Zähne putzen! Foto: dpa (Symbolbild)

Die gute Nachricht vorweg: Begegnungen mit Zahnärztinnen und Zahnärzten sind für Kinder und Jugendliche heutzutage in aller Regel längst nicht mehr so unerfreulich wie für ältere Erwachsene. 81 Prozent der 14-Jährigen in Deutschland haben kein bisschen Karies.

Das ist einer der Fakten, die besonders junge Studentinnen und Studenten am Freitagnachmittag bei der Kinderuni von Prof. Sebastian Bürklein von der zentralen Ambulanz des Zentrums für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde am Universitätsklinikum Münster erfuhren.

Bis zu 77 junge Hörererinnen und Hörer

Die Vorlesung fand mit Rücksicht auf die Corona-Pandemie im Online-Format statt – und bis zu 77 kleine Hörerinnen und Hörer hatten sich eingeschaltet. Sie zeigten, dass sie sich schon bestens mit Video-Konferenzen auskennen. Noch bevor sich der Professor zuschaltete, erhob sich ein munterer Online-Small-Talk im virtuellen Hörsaal.

Sebastian Bürklein zeigte in der Vorlesung dann buchstäblich Zähne – weniger die eigenen als Gebisse, die das Zeug hatten, die Teilnehmer erschaudern zu lassen: Etwa die bis zu 750 000 spitzen Beißerchen einer Meeresschildkröte oder ein Karies-zerklüftetes Menschen-Gebiss, das es offenbar mit wenig Zahnpasta und umso mehr Zucker zu tun hatte.

Wenig Zucker essen

Die Botschaft der Vorlesung mit dem Titel „Gesunde Zähne – ein Leben lang“ lautete: Wenig Zucker essen – und immer gründlich Zähne putzen. Denn die Zähne, deren Schmelz zwar die allerhärteste Substanz im menschlichen Körper ist, müssen im Laufe eines Lebens viel aushallten.

Durchschnittlich sind 20 Tonnen Nahrung – das entspricht der Ladung eines großen Lastwagens – zerkauen. Die 344 Tuben Zahncreme, die man dabei im Schnitt im Leben verbraucht, sind eher eine Kleinigkeit.

Mehr als acht Stücke Zucker brauche der Körper nicht. So war die Frage von zwei Mädchen im Chat vor Vorlesungsbeginn eigentlich überflüssig. „Mama, dürfen wir was zum Knabbern?“ Da kann ein Zahnmediziner nicht schweigen. Prof. Bürkleins Stimme erklang aus dem Off: „Nur, wenn es was Gesundes ist.“

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