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Deutsche Meisterschaften im Tischfußball

Profis kicken in der Mensa am Ring

Münster

In der Mensa am Ring kamen am Wochenende Bälle statt Burger auf die Tische. Denn dort fanden die Deutschen Meisterschaften im Tischfußball statt. Das Event stand nicht von ungefähr unter Beobachtung von Politikern.

Von Luca Pals

Konzentration ist gefragt, wenn bei der Deutschen Meisterschaft im Tischfußball die besten Spieler aufeinandertreffen. Foto: Luca Pals

Nur etwa drei Stunden hatten die 25 Münsteraner am Freitag Zeit: Mensa-Tische raus, Tisch-Kicker rein. Gegen 18 Uhr startete die deutsche Meisterschaft im Tischfußball in der Mensa am Ring.

Das heißt: 540 Sportler aus ganz Deutschland spielen an 75 Profi-Tischen zwei Tage lang den besten Spieler aus. Namhafte Starter wie die Nationalspieler Alexander Di Bello und Thomas Haas spickten als Favoriten das Feld. Gespielt wurde im Mixed, dem offenen Doppel und Einzel. Mit Felix Droese stand am Samstagabend sogar ein Münsteraner im Herrendoppel-Finale.

Maßgeblichen Anteil an der Durchführung des jährlichen Turniers des Deutschen Tischfußballbundes (DTFB), das erstmals in Münster ausgetragen wurde, besaß Julian Wortmann. Der 34-Jährige lebt seit sieben Jahren in der Domstadt, spielt hier im Verein der Schovelkoten mit und war bereits Deutscher Meister und Vize-Weltmeister im Doppel.

Wird Münster Tischfußball-Stützpunkt?

Gespielt wurde am Wochenende auf zwei Etagen der Mensa, die Spielerinnen und Spieler kamen aus allen Bundesländern, vermehrt aber aus NRW, Niedersachsen und Hamburg: „Auf der Tischfußballachse sind wir in Münster sehr gut gelegen“, erklärte Wortmann und hatte dabei auch die laufende Diskussion um ein deutschlandweiten Stützpunkt für die Sportart im Jovel im Hinterkopf. Dafür benötigt der Verein externe Fördermittel für Umbaukosten. Eine Rückmeldung seitens des zuständigen Sportamtes stehe noch aus, am Samstag waren aus der Politik unter anderem der stellvertretende Bürgermeister Klaus Rosenau und Michael Michael Krapp (ÖDP) vor Ort.

Auch ihnen wird die Begeisterung der jungen Menschen an den Tischen und die Leidenschaft, wie der Sport der breiten Masse zugänglich gemacht werden soll, aufgefallen sein.

Letzteres nahm Dr. Uli Schulz als Kommentatorin der Liveübertragung einiger ausgewählter Partien über die Video-Plattform Twitch mit ihrem Kollegen Bruno in die Hand: „Die Begeisterung für den Sport steigert sich enorm, das merken wir auch an den Klickzahlen.“ Am Wochenende verfolgten insgesamt bis zu eine Million Menschen die Spiele. Für die Übertragung wurde eine eigene Kommentatoren-Area in der Mensa aufgebaut.

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