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Prozess

Münsteranerin missbraucht: Mehrere Familienmitglieder angeklagt

Münster

Eine Frau aus Münster wurde beleidigt, geschlagen und vergewaltigt. Nun beginnt in diesem Fall der Prozess vor dem Landgericht. Angeklagt sind ihr Ehemann, ihr Schwager und ihre Schwiegereltern.

Im Landgericht beginnt am Freitag der Strafprozess gegen vier Angeklagte, die eine Frau misshandelt haben sollen. Foto: Gunnar A. Pier

Vor dem Landgericht Münster beginnt am Freitag (16. September) ein Prozess, in dem es um häusliche Gewalt und Vergewaltigung geht. Angeklagt sind nach Angaben der Pressestelle zwei Brüder (28 und 20 Jahre alt) sowie ihre Eltern (jeweils 48 Jahre alt). Ihnen wird vorgeworfen, zwischen Januar 2014 und Februar 2021 im gemeinsam bewohnten Haus in Münster die Ehefrau des älteren Bruders misshandelt zu haben.

Unter anderem soll der jetzt 28-Jährige seine Ehefrau geschlagen und ihr während der Schwangerschaft mit dem ersten Sohn in den Bauch getreten haben. Er soll sie mehrmals mit einer Gabel verletzt, ihr mit Faustschlägen das Nasenbein gebrochen, sie zweimal gegen ihren ausdrücklichen Willen zum Sex gezwungen und sie mehrmals beleidigt haben.

Beleidigt, bespuckt, gekniffen und geschlagen

Seinem Bruder wirft die Staatsanwaltschaft vor, seine Schwägerin als Strafe dafür, dass sie sein Zimmer nicht aufgeräumt habe, beleidigt, bespuckt und gekniffen zu haben. Bei anderer Gelegenheit soll er sie geschlagen haben.

Dem Vater der beiden Männer – also dem Schwiegervater des Opfers – wird vorgeworfen, seine Schwiegertochter gegen ihren Willen an Brust und Gesäß berührt sowie ihr Kleid zerrissen zu haben, zudem soll er sie beleidigt haben. Seine Frau soll die Schwiegertochter mehrmals geschlagen haben, unter anderem mit einem Eimer und gegen einen Spiegel.

Der Prozess beginnt am Freitag (16. September) vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts. Er wird am 20. September fortgesetzt, für den 23. September ist das Urteil geplant.

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