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Maria Klein-Schmeink auf Sommertour

„Psychiatrien brauchen mehr Personal“

Münster

Ziel der „Sommertour“ der münsterischen Bundestagsabgeordneten Maria Klein-Schmeink (Bündnis 90/Die Grünen) waren in diesem Jahr mehrere psychiatrische Kliniken in der Region.

Martin Kalitschke

Maria Klein-Schmeink, Grünen-Bundestagsabgeordnete Foto: kal

Zum Auftakt besuchte sie die LWL-Klinik in Lengerich, in der unter anderem Hörbehinderte und – bundesweit einmalig – Taubblinde therapeutisch behandelt werden. Außerdem informierte sie sich dort über die – wie sie sagt – „beispielhafte“ Aufarbeitung der Geschichte der Einrichtung in der NS-Zeit.

Sowohl in Lengerich als auch in der LWL-Klinik in Münster hätten die Verantwortlichen betont, wie wichtig eine ausreichende Personalausstattung sei, um den Patienten angemessen gerecht zu werden.

Forensische Klinik in Amelsbüren beeindruckte

Ausgesprochen positiv habe sie die Arbeitssituation in der Forensischen Klinik in Amelsbüren wahrgenommen. Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Pflegepersonal und Sicherheitspersonal sei „beeindruckend“, so Klein-Schmeink. Ein großes Thema sei aktuell die forensische Nachsorge, also die Betreuung von Patienten nach ihrer Entlassung.

Schließlich besuchte die Politikerin im Rahmen ihrer Sommertour auch noch die LWL-Klinik in Marl, die sich auf die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat. Therapie sei hier wichtiger als Behandlung mit Medikamenten. „In Marl wird sehr, sehr, sehr wichtige Arbeit geleistet“, lobt Klein-Schmeink.

Personaluntergrenzen geplant

Die Politikerin kritisiert, dass die Personalausstattung von Psychiatrien aktuell nicht vor einer Ausweitung stehe, sondern dass die Bundesregierung vielmehr die Einführung von Personaluntergrenzen plane.

Maria Klein-Schmeink, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen

„Damit sind wir weit entfernt von dem, was wir brauchen“, so Klein-Schmeink. Es könnten lediglich die aktuellen Standards gehalten werden – mehr jedoch nicht. Das sei zu wenig, zumal die Zahl der Menschen, die eine entsprechende Behandlung benötigen, steige. Zudem seien inzwischen psychische Erkrankungen der Hauptgrund für eine Erwerbsminderungsrente.

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