Antrag des Ratsbündnisses

Radler runter vom Radweg

Münster

Das Ratsbündnis dreht das Thema Fahrradfahren immer wieder. Jetzt geht es um die Radwegebenutzungspflicht, die weitgehend abgeschafft werden soll.

Auf der Wolbecker Straße ist Radfahren erlaubt, wie dieses Schild dokumentiert. Foto: Oliver Werner

Radwegebenutzungspflicht ist ein schwieriges Wort. Es besagt, dass Radler überall dort, wo ein Radweg existiert – kenntlich gemacht durch das entsprechende Verkehrsschild mit der Nummer 237 –, der Radweg auch zu benutzen ist und Radfahrer nicht auf die Straße ausweichen dürfen.

Die Radwegebenutzungspflicht ist in Münster die Regel. Das Ratsbündnis aus Grünen, SPD und Volt, unterstützt durch die Ratsgruppe Die Partei/ÖDP, will das ändern. Sie fordert in einem Ratsantrag von der Stadtverwaltung bis zum ersten Quartal 2022 eine Liste mit Straßen, auf denen – etwa nach dem aktuellen Vorbild der Wolbecker Straße – die Radler auch die Straße benutzen dürfen.

Im Gegenzug soll die Stadtverwaltung auch die Straßen benennen, die von einer Freigabe ausgenommen werden sollen, und dies begründen.

„Radfahren auf der Fahrbahn der Regelfall“

Das Bündnis beruft sich darauf, dass die Radwegebenutzungspflicht 1998 von der Bundesregierung abgeschafft worden sei. „Seither gilt: Das Radfahren auf der Fahrbahn ist der Regelfall.“ Aus eben dieser Regel hätten die Kommunen, so auch die Stadt Münster, durch entsprechende Schilder die Ausnahme gemacht. Wegen des größeren Platzbedarfs, etwa für Lastenräder, hält das Bündnis eine Freigabe der Fahrbahnen für sinnvoll und erforderlich.

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