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Schlossplatz vs. Hindenburgplatz

Ratsmehrheit für Schlossplatz - Bürgerentscheid kommt

Münster

Mit 62 Ja-Stimmen und 14-Nein-Stimmen hat am Mittwochabend Münsters Rat entschieden, beim Namen „Schlossplatz“ für den ehemaligen „Hindenburgplatz“ zu bleiben. Das bedeutet: Es kommt zum Bürgerentscheid. Die Ratsdebatte war geprägt von gegenseitigem Respekt.

Klaus Baumeister

Die wichtigste Begegnung des Abends fand unmittelbar vor der Ratssitzung statt. Im Zuschauerbereich machten sich die Vertreter der Bürgerinitiative „Pro Hindenburgplatz“ sowie der Gegeninitiative „Schlossplatz bleibt“ einander bekannt. Übermäßige Freundlichkeit war nicht zu erwarten, aber die Szene war geprägt von wechselseitigem Respekt – so wie auch die ganze Ratsdebatte.

Das Ergebnis der Debatte

Um gleich mit dem Ergebnis dieser Debatte zu beginnen: Mit 62:14 Stimmen (das entspricht 82 Prozent) hat der Rat gestern Abend dafür votiert, trotz des erfolgreichen Bürgerbegehrens bei dem Namen Schlossplatz zu bleiben. Damit steht fest, dass am 16. September ein Bürgerentscheid stattfinden wird. Wer den Namen Hindenburgplatz favorisiert, muss Ja ankreuzen, wer den Schlossplatz behalten will, muss Nein ankreuzen. Zu den Siegern des Abends gehörte Oberbürgermeister Markus Lewe.

SPD-Fraktionschef Holger Wigger

Die Stimmen der CDU

Auch stellte der Schlossplatz-Befürworter Lewe mit Genugtuung fest, dass sich lediglich 14 CDU-Ratsmitglieder auf die Seite der Hindenburgplatz-Befürworter schlugen. Bei der Abstimmung im März waren es noch 23 gewesen. Für die Bürgerinitiative erhielt der Hiltruper Stefan Leschniok das Rederecht. Mit Blick auf 15 123 Unterstützerunterschriften meinte er: „Ich vertrete die Meinung sehr vieler Menschen in dieser Stadt.“ Hätte die Bürgerinitiative diese Stimmenzahl bei der Kommunalwahl 2009 erlangt, so Leschniok, „säßen wir mit zehn Vertretern im Rat“. Zum Vergleich: Das entspricht der Stärke der FDP- und der Links-Fraktion zusammen. Ausdrücklich bat er darum, zum alten Namen zurückzukehren, weil er für viele Münsteraner „ein Stück Heimat“ bedeute.

SPD-Ratsherr Dr. Michael Jung
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