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WN-Wissensimpulse

Rebecca Freitag: „Jeder kann damit beginnen, nachhaltig zu leben“

Münster

Nachhaltigkeit ist in aller Munde – aber wie genau, lässt es sich nachhaltiger leben? Genau diese Frage war nun Thema der WN-Wissensimpulse.

Von Hubertus Kost

„Jeder kann damit beginnen, nachhaltig zu leben,“ sagt die Nachhaltigkeitsexpertin Rebecca Freitag. Foto: Hubertus Kost

Nachhaltigkeit? Na klar, da geht es doch um Klima- und Umweltschutz, vor allem um die Verringerung von CO2 und um erneuerbare Energie. Stimmt alles. Aber Nachhaltigkeit ist viel mehr. „Jeder kann bei sich selbst beginnen, nachhaltig zu leben,“ sagt Rebecca Freitag. Dafür sensibilisierte sie ihr Publikum am Montagabend in der Reihe WN-Wissensimpulse im Cloud-Forum auf dem Germania-Campus.

„Wie bekommen wir Wohlstand und den ökologischen Fußabdruck unter einen Hut?“, fragte die Umweltwissenschaftlerin und gab anhand zahlreicher Beispiele die Antwort: „Nachhaltigkeit ist die beste Lösung.“ Bei Umweltveränderungen würde zu sehr an negative Auswirkungen gedacht, erläuterte die Expertin. Veränderungen sollten auch positiv betrachtet werden. So sei zum Beispiel Klimawandel nicht gleichzusetzen mit Verzicht. Neue und alternative Produkte würden entwickelt und neue Wege beschritten, um den Weg des „immer mehr haben zu wollen“ verlassen zu können.

Klimawandel heißt nicht Verzicht

Die Nachhaltigkeitsexpertin ist davon überzeugt, dass „wir die Möglichkeit haben, uns zum Besseren zu verändern.“ Dabei sieht sie Unternehmen in der Verantwortung, Ökonomie und Ökologie zu verbinden, und sie hat bereits festgestellt: „Nachhaltigkeit ist auf der Chefetage angekommen.“

Denkweisen ablegen

Die ehemalige Jugenddelegierte der Vereinten Nationen (UN) fragte ihr Publikum, welche Denkweisen abgelegt werden müssten, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Die Antworten (einige Beispiele): Bequemlichkeit, Luxus, Ausreden, Gleichgültigkeit. Und dann die Frage: „Welche Werte sollten wir uns aneignen?“ Genügsamkeit, Dankbarkeit, Wertschätzung, Solidarität, auf die Langlebigkeit von Konsumgütern achten und Mut haben, Dinge zu verändern. Ganz spontane Antworten, die die Aussage der Expertin stützen, dass jeder bei sich selbst beginnen kann, Dinge zu verändern.

Die „Konsumpyramide“, die Rebecca Freitag am Ende ihres Vortrags vorstellte, soll dafür Anregungen geben. Von der breiten Basis bis zur Spitze: Vorhandenes nutzen, Dinge reparieren (oder reparieren lassen), selber machen, ausleihen, tauschen (oder verschenken), Gebrauchtes kaufen, Neues kaufen.

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