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Entwicklung in Handorf, Nienberge und Hiltrup-Ost

Regionalplan ermöglicht drei große Wohnbaugebiete

Münster

Die Entwicklung der geplanten Baugebiete in Handorf, Nienberge und Hiltrup-Ost ist einen Schritt weiter gekommen: Nachdem die Stadt die Flächen in den vergangenen Jahren erworben und sie in das Baulandprogramm aufgenommen hatte, ist nun der Regionalplan entsprechend geändert worden.

In Nienberge – südlich der Feldstiege – sowie in Handorf und und Hiltrup-Ost sind neue Wohnbaugebiete geplant. Foto: Stadt Münster

Der Regionalrat hat in seiner Sitzung am 1. Februar beschlossen, den Regionalplan in drei Bereichen so zu ändern, dass dort neue größere Wohnbaugebiete entstehen können. Es handelt sich um die geplanten Baugebiete in Handorf – nördlich der Kötterstraße, in Nienberge – südlich der Feldstiege und in Hiltrup-Ost – nördlich der Straße Osttor.

"Der Beschluss des Regionalrates ist eine wichtige Grundlage, mit der wir dankenswerter Weise nun kontinuierlich weiter an der Ausweitung der Baulandbereitstellung in Münster arbeiten zu können", so Stadtbaurat Robin Denstorff. "Neben einer konsequenten Weiterentwicklung der Stadt im Siedlungsbestand ist die Ausweisung weiterer Wohnbaugebiete in den Stadtteilen - vor dem Hintergrund eines nach wie vor angespannten Wohnungsmarktes in Münster - dringend notwendig."

Die Regionalplanänderung erfolgte auf Initiative der Stadt Münster und wurde durch die Bezirksregierung als zuständiger Behörde durchgeführt. Im Zuge des Verfahrens wurde auch die Öffentlichkeit informiert. Zum Ende des Verfahrens folgte jetzt der Beschluss des Regionalrates.

Voraussetzungen für städtebauliche Planungen gegeben

Vorausgegangen war in den Jahren 2018 / 2019 der Ankauf der Flächen durch die Stadt Münster. Mit der Darstellung dieser allgemeinen Siedlungsbereiche im Regionalplan liegen nun für die Stadt Münster die Voraussetzungen vor, in eigener Zuständigkeit für die Flächen städtebauliche Planungen zu erstellen, den Flächennutzungsplan zu ändern und Bebauungspläne aufzustellen.

Für das neue Baugebiet in Handorf ist bereits im Herbst 2020 ein Werkstattverfahren mit drei Arbeitsgemeinschaften aus Stadtplanern sowie Freiraum- und Entwässerungsplanern gestartet worden, dessen Ergebnisse in den nächsten Monaten vorgestellt werden. Das Werkstattverfahren ist eingebettet in den bereits seit Ende 2019 unter breiter Beteiligung der Bürgerschaft laufenden Prozess zur Stadtteilentwicklung in Handorf.

In Nienberge ist ein solcher Prozess bereits 2020 abgeschlossen worden, hier wird zurzeit die Auslobung eines städtebaulichen Wettbewerbs vorbereitet. Auch in Hiltrup-Ost wird die geplante große Baugebietsentwicklung vorbereitet und begleitet von der Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungskonzeptes, um die weitere bauliche Entwicklung bestmöglich mit den bestehenden Siedlungsstrukturen und Infrastrukturen verknüpfen zu können.

2019 in den Baulandplan aufgenommen

Alle drei neuen Baugebiete wurden bereits im Jahr 2019 durch Beschluss des Rates der Stadt Münster in das Baulandprogramm aufgenommen. Im Baulandprogramm sind die Wohnbauflächen verzeichnet, die in den nächsten Jahren entwickelt werden sollen. Die drei benannten Flächen entsprechen mit knapp 2000 Wohneinheiten etwa einem Fünftel des gesamten aktuellen Baulandprogramms.

Mit einer Baureife der drei neuen Baugebiete in Handorf, Nienberge und Hiltrup-Ost ist ab den Jahren 2024/2025 zu rechnen. Es wird ein breiter Wohnungsmix mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern sowie ergänzender sozialer Infrastruktur angestrebt.

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