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Internet-Hit

Riesiger Rummel um Klartext-Polizisten aus Münster

Münster

Zeitung, Radio, Fernsehen, Internet – der Klartext-Polizist aus Münster, der deutliche Worte an einen Impfpflicht-Gegner richtete, wurde auf allen Kanälen gesendet. Die Pressestelle der Polizei weiß ein Lied davon zu singen...

Von Pjer Biederstädt

Hier erklärt der Polizist (2.v.l.) einem Impfpflichtgegner, warum den Protest nicht für einen Spaziergang hält. Foto: Oliver Werner

Das Telefon von Jan Schabacker hörte in den vergangenen Tagen kaum auf zu klingeln. Der Sprecher der Polizei Münster erzählt, dass ihn „Dutzende Anfragen von Medien aus ganz Deutschland“ erreicht hätten, nachdem ein Video mit einem Polizisten aus Münster am Mittwoch zum Internet-Hit geworden war.

Darin sagt der Beamte, der am Montag bei einer Demo von Impfpflicht-Gegnern am Domplatz im Einsatz war, nach längerer Diskussion zu einem Teilnehmer: „Sie wollen nicht spazieren gehen. Sie wollen uns verarschen. Sie wollen uns hier eindeutig an der Nase herumführen.“ Die Videosequenz war in der „Tagesschau“ zu sehen und wurde bis Freitagnachmittag über 340.000 Mal auf Twitter angesehen.

Interview-Anfragen und reichlich Post

Polizeipressesprecher Jan Schabacker erreichten nicht nur Interview-Anfragen. Er selbst bekam nach eigenem Bekunden reichlich Post. Denn im Nachgang hatte er mehreren Medien gesagt, dass die Wortwahl des Kollegen zu diskutieren sei, es in der Sache aber wichtig gewesen sei, klare Kante zu zeigen. Daraufhin hätten sich viele Fürsprecher der deutlichen Wortwahl gemeldet. Diese sei nicht zu diskutieren, sondern genau richtig, so der Tenor der Zuschriften.

Der Klartext-Polizist bleibt seiner Linie unterdessen treu: Er will keine Interviews geben. Der Rummel sei auch so schon groß genug, betonte Schabacker erneut.

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