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Anlieger übergeben Unterschriftenliste

Ruf nach autofreier Frauenstraße

Münster

Eine der ältesten Straßen Münsters, die Frauenstraße, soll zur Fußgängerzone werden. Über 30 Pkw-Stellplätze müssten weichen. Die Anlieger haben jetzt eine Unterschriftenliste an den Bezirksbürgermeister überreicht und ihre Ideen vorgestellt.

Von Karin Höller

Bezirksbürgermeister Dr. Stephan Nonhoff (l.) nahm die Unterschriftenliste für die Einrichtung einer Fußgängerzone von den Anliegern Stefanie Driehorst und Monika Göddeker (Hintergrund) in Gegenwart von Kai Meyer vor dem Esche (Fraktionsvorsitzender Grüne) entgegen. Foto:

Rechts und links der Frauenstraße parkende Autos, die Bürgersteige über weite Strecken mit Fahrrädern zugeparkt. Die Anlieger nervt es bereits seit langem, dass diese so wichtige Verbindungsstraße zwischen Schloss und Überwasserkirche so wenig Aufenthaltsqualität bietet. „Hier ist viel mehr möglich“, ist sich Stefanie Driehorst, Inhaberin des Lokals Piano, mit befragten Anliegern einig. Die haben nun die Initiative ergriffen und knapp 180 Unterschriften gesammelt, um das Vorhaben voranzubringen, die Frauenstraße in diesem Bereich in eine Fußgängerzone zu verwandeln. Im Beisein des Fraktionsvorsitzenden der Grünen in der Bezirksvertretung Mitte, Kai Meyer vor dem Esche, wurde die Unterschriftenliste am Mittwoch an Bezirksbürgermeister Dr. Stephan Nonhoff übergeben.

Der zeigte viel Verständnis für Wünsche und Ideen der Frauenstraßenanlieger. Denn die Pandemie habe es offenbart, wie viel schöner es wäre, aus der Innenstadt ruhig und gefahrlos Richtung Schloss zu flanieren, waren sich beim Vor-Ort-Termin alle einig. „Die Frauenstraße, eine der ältesten Straßen Münsters mit einer Vielzahl interessanter Läden und Einrichtungen, lässt sich viel attraktiver gestalten“, unterstreicht Architektin und Anliegerin Monika Göddeker, die in der Frauenstraße groß geworden ist, wie sie sagt.

Gut 30 Pkw-Stellplätze müssten weichen

Erste Ideen gibt es bereits: So könnten Bürgersteige und Fahrbahn zu einer Ebene werden und mit Bäumen, Bänken und Außengastronomie zum Verweilen einladen. Allerdings müssten auf dem Stück zwischen Schlossplatz und Einmündung zur Überwasserkirche über 30 Pkw-Anliegerparkplätze wegfallen und Massen von Fahrrädern, darunter auch so manche Leezenleiche, weichen. Angedacht ist, als Alternative Pkw-Anliegerplätze auf dem Schlossplatz anzubieten. Der Zugang zu Anwohner-Garagen müsse natürlich gewährleistet bleiben, so Göddeker. Eine verkehrsberuhigte Zone, die im Sommer getestet werden könnte, wäre laut Nonhoff „ein erster Schritt“. Der Bezirksbürgermeister will das Anliegen der Frauenstraßen-Anwohner nun mit den anderen Fraktionen diskutieren und hofft, „dass wir zu einem Konsens und einem fraktionsübergreifenden Antrag in der BV Mitte nach der Sommerpause kommen“.

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