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Legendäre Beat-Band „Get Back“ im Jovel

Rüstige Runzelrocker sind zurück

Münster

Sie können es nicht lassen: Münsters legendäre Beat-Band „Get Back“ kehrt zurück auf die Jovel-Club-Bühne. Die mittlerweile 70-Jährigen widmen die Show den verstorbenen Bandmitgliedern – und tun dabei auch noch Gutes.

Von Pjer Biederstädt

Die legendäre münsterische Beat-Band „Get Back“ spielt im Jovel Club. Bill Gröschke (v.l.), Otto Rasche, Walter Stöver, Hartmut Wendt, Charlie Steinberg und David Rebel bringen die Hits der 1960er-Jahre auf die Bühne. Foto: Get Back

Sie nennen sich selbstironisch Runzelrocker, denn das Durchschnittsalter der verbliebenen Gründungsmitglieder von „Get Back“ liegt bei stolzen 70 Jahren. Auf der Bühne merkt man davon jedoch nichts. Das wollen sie am morgigen Freitag (5. November) ab 20 Uhr (Einlass 19 Uhr) im Jovel Club erneut unter Beweis stellen.

Die legendäre Beat-Band aus Münster spielt nicht mehr viele Konzerte, aber dieses liegt ihnen besonders am Herzen. Nachdem vor einigen Jahren Christian „Kricki“ Heinz und Volkhard „Pletti“ Plettrichs verstorben waren, ging in diesem Jahr auch Detlef Antemann für immer (wir berichteten).

„Wir widmen das Konzert denen, die nicht mehr dabei sein können. Ihnen zu Ehren soll Fröhlichkeit herrschen“, sagt Walter Stöver. Den Erlös des Konzerts spendet die Band dem Hospiz Lebenshaus in Handorf.

Rebel kann alles

Antemanns Freund und Bandkollege beim „Rock & Blues Shop“, David Rebel, übernimmt den Gitarrenpart bei „Get Back“. „Als Antemann starb, dachten wir, das war‘s jetzt für die Band. Dann aber kam David. Er musste sich alles neu draufschrauben, aber nach einer Probe war klar: Wow, der kann alles“, sagt Stöver über Rebel, der altersmäßig übrigens noch nicht in die Kategorie Runzelrocker fällt.

Charlie Steinberg, Stövers Kollege in der „Törner Stier Crew“, ist schon seit einiger Zeit als Keyboarder dabei. Bill Gröschke (Schlagzeug), Otto Rasche (Gitarre), Walter Stöver (Bass) und Hartmut Wendt (Gesang) sind seit den Anfängen in den 1980er-Jahren bis heute dabei.

Götz Alsmann kam zu spät

Die Initialzündung für die Band war laut Stöver ein Frühshoppen an Heiligabend im Lokal Bullenkopp Anfang der 1980er-Jahre. „Götz Alsmann sollte spielen, kam aber zu spät. Pletti setzte sich damals ans Klavier, Hartmut stieg ein und dann gab‘s kein Halten mehr“, erzählt Stöver. Es folgte eine Vielzahl illustrer Auftritte. Unvergessen, so Stöver, die Auftritte beim Bundespresseball in Bonn oder im Haus von US-Botschafter Richard Burt.

„Manche Spitzenpolitiker hatten einen Narren an uns und den Hits der Sechziger gefressen und ließen uns bei diversen Prominentenpartys in ihren Privatgemächern auftreten“, sagt Stöver. Sie waren Zeugen wahrer Gelage – Details und Namen bleiben natürlich geheim.

Tickets zu 18 Euro im Vorverkauf (Abendkasse 20 Euro) gibt es online unter www.jovel.de.

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