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Erdbewegungen im südlichen Teil des Gewässers

Sandbank am Aasee wird ausgebaggert

Münster

Im südlichen Bereich des Aasees ist eine Sandbank entstanden. Die wird nun ausgebaggert, weil der Betrieb der Ruderregattastrecke beeinträchtigt ist.

Björn Meyer

Ein Schreitbagger kommt im Aasee derzeit zum Einsatz. Foto: Matthias Ahlke

Alles beginnt mit ein paar Sandkörnern, dazu kommen noch ein paar, und noch mehr – und irgendwann nennt man das Gebilde, das schließlich entstanden ist, eine Sandbank. Eine solche hat sich in den vergangenen Jahren auch im Aasee gebildet. Seit Montag wird sie abgebaggert.

Erste Anfrage vor zwei Jahren

Die erste Anfrage zu der jetzt begonnenen Maßnahme erreichte das zuständige Tiefbauamt bereits vor rund zwei Jahren, wie Amtsleiter Michael Grimm auf Anfrage unserer Zeitung berichtet. Es war eine Anfrage aus dem eigenen Haus, denn das Sportamt hatte als erste Stelle der Behörde Kenntnis von der Sandbank. Die Begründung dafür: Die Ruderer fühlen sich in ihrem Tun mehr und mehr von der Sandbank beeinträchtigt.

Rund 50 000 Euro lässt es sich die Stadt nach Angaben Grimms nun kosten. Rund 1000 Kubikmeter Sedimente werden dabei aus dem Aasee befördert. „Zu Sandbänken kommt es eher selten im Aasee, es ist aber auch nicht das erste Mal, dass wir da tätig werden“, lautet Grimms Einschätzung. Die Stelle, um die es jetzt geht – in Höhe der Modersohnbrücke, wo die Aa in den Aasee fließt – sei dabei prädestiniert für die Bildung einer Sandbank.

Erstmal ausgebaggert soll der Sand auf einer Wiese nahe Haus Kump gelagert und dabei entwässert werden. „Später soll der Sand für bauliche Zwecke verwendet werden“, so Grimm. Zuvor werde jedoch eine Untersuchung auf eine mögliche Schadstoffbelastung erfolgen. Um den Sand aus dem Aasee zu befördern, kommt unter anderem ein sogenannter Schreitbagger für unwegsames und in diesem Fall äußerst feuchtes Gelände zum Einsatz. Weitere Bagger verladen den Sand dann auf Schlepper, die die 1000 Kubikmeter abtransportieren.

Teilfläche der Grünanlage gesperrt

Die Arbeiten werden laut Angaben der Stadt voraussichtlich bis Freitag (25. September) dauern. Dafür sperrt die Stadt am südlichen Seeufer eine Teilfläche der Grünanlage sowie den Weg neben dem Canisiusgraben für die Öffentlichkeit. Der Modersohnweg samt Brücke bleibt für Fußgänger und Radfahrer passierbar. Aufgrund von Rangier- und Verladearbeiten könne es auf den Geh- und Radwegen aber zu kurzzeitigen Sperrungen kommen.

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