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Schauraum 2022

Energiesparmaßnahmen: Dom und Rathaus schmerzlich dunkel

Münster

Die Stadt hat beschlossen, wichtige Baudenkmäler wegen der Energiekrise nicht mehr anzustrahlen. Beim Kunstfest „Schauraum“ am Samstagnacht fiel das zum ersten Mal schmerzlich auf. Doch es gibt auch eine Ausnahme. 

Von Karin Völker

Zwischen Fürstenberghaus und LWL-Museum blieb der Dom dunkel. Foto: Oliver Werner

Es war eine tolle Atmosphäre, die am Samstagnacht Tausende an der Pferdegasse beim „Schauraum“ genossen: Videokunst, projiziert auf die Fassade des LWL-Kunstmuseums, letzteres selbst teils angestrahlt. Dahinter hätte eigentlich der erleuchtete Dom das schöne Bild komplettiert.

Doch nachdem die Stadt beschlossen hatte, den Dom im Zuge der Energieknappheit nicht mehr anzustrahlen, gähnte hier eindrucksvoll schwarze Nacht. Ebenso wie auf dem Prinzipalmarkt, wo nach Erlöschen der Schaufenster-Beleuchtung nur noch die Straßenlaternen Licht spendeten und auch die Rathausfassade dunkel blieb.

„An so einem Abend fällt die Sparmaßnahme der gestrichenen Beleuchtung schon schmerzlich auf“, meinte auch „Schauraum“- Organisator Fritz Schmücker vom Münster-Marketing. Eine Ausnahme habe die Stadt aber auch an diesem besonderen Abend bewusst nicht machen wollen. „Es ist wichtig, dass wir hier ein Zeichen setzen“, sagt Schmücker.

Erbdrostenhof wird vorerst weiter beleuchtet

Aber nicht alle Baudenkmäler der Altstadt blieben dunkel – an der Salzstraße erstrahlte wie gewohnt der Erbdrostenhof. Das vom Landschaftverband Westfalen-Lippe genutzte Gebäude darf noch leuchten. Bisher gebe es für die vom LWL genutzten und bislang traditionell angestrahlten Baudenkmäler noch keine Maßgabe, sagt ein Sprecher des LWL.

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW arbeite gerade an einem Konzept, wie mit der Beleuchtung an den vielen Baudenkmälern in Landeseigentum umgegangen werden soll.

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