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Herbst-Send in Münster

Schausteller hoffen ab Samstag auf 300.000 Besucher

Münster

Endlich wieder ein richtiger Send: Schausteller und Besucher freuen sich, dass es am Samstag (23. Oktober) wieder losgeht. 300.000 Besucher werden erwartet – für die gelten wegen der Corona-Pandemie allerdings bestimmte Regeln.

Von Helmut P. Etzkorn

Das Riesenrad mit seinen Panoramagondeln steht schon auf dem Schlossplatz. Am Samstag um 15 Uhr eröffnet Bürgermeisterin Angela Stähler ganz offiziell das neuntägige Kirmesvergnügen. Foto: hpe

„Für uns alle ist es der sehnlichst erwartete Neustart, der jetzt im Herbst beginnt.“ Philipp Heitmann, zweiter Vorsitzender des Schaustellerverbandes, freut sich „wie Bolle“ auf Samstag. Und erinnert sich an eine dunkle Stunde.

Frühjahr 2020: Zusammen mit vielen Kollegen baut Heitmann seinen Autoscooter auf dem Schlossplatz auf. Der Stahlboden ist verlegt, die Aufbauten sind hochgezogen. Dann das plötzliche Aus wegen Corona, frustriert packen alle wieder ein und fahren heim. Was damals selbst die Pessimisten nicht glaubten, tritt ein. Es dauert mehr als ein Jahr, bis wieder ein ganz normaler Send über die Bühne gehen kann.

Finanzielle Ebbe bei den Schaustellern

„Den Besuchern geht es ja wie uns, wir haben alle Nachholbedarf“, meint Heitmann. Denn die Pop-up-Kirmes-Veranstaltungen haben zwar etwas in der Phase der leeren Kasse geholfen, mehr aber auch nicht. Nicht alle Schausteller werden die Zeit der finanziellen Ebbe überleben, glaubt er. „Selbst die Coronahilfen sind – wie bei mir – kaum oder gar nicht angekommen“, klagt Heitmann.

„Wir hoffen jetzt auf zwei sonnige Wochenenden, und dann sind es an allen neun Sendtagen vielleicht 300.000 Besucher“, hofft Johannes Lammers vom Ordnungsamt. Die Stadt ist nun wieder Veranstalter, bei den temporären Mini-Rummelvergnügen waren es die Schausteller selbst.

Highlights und Neuheiten in Münster

Attraktionen gibt es gleich mehrere. Beispielsweise der Propeller „Gladiator“, der die Mitfahrer wie in einer großen Windmühle 60 Meter in die Höhe schleudert und dabei in die Sitze presst. Die Autoscooterbahnen sind mit Spiegelfahrbahnen optimiert worden und erlauben das Driften und Schleudern mit dem Fahrgerät.

Drei Fragen an Marktmeister Thomas Lehmkuhl

Ludwig Landwermann-Henschel hat sein 48 Meter hohes Karussell mit verglasten Gondeln aufgestellt, die Kabinen sind für Rollstuhlfahrer geeignet und bieten eine Panoramasicht über Münster. Im Corona-Sommer standen seine drei Riesenrädern an Ausflugseen in Süddeutschland, jetzt freut sich Landwermann-Henschel wieder auf „richtiges Kirmesvergnügen“. Und weil im Gegensatz beispielsweise zum Ruhrgebiet „Münster gut Geld hat“, stimmen am Ende auch die Erlöse.

Send-Areal auf dem Schlossplatz ist eingezäunt

Das gesamte Areal ist eingezäunt, es gibt drei Zugänge: im Bereich Promenade/Gerichtsstraße, weiter am Neutor (Korpsgebäude) und im Bereich Promenade/ Schloss. Es gilt die 3G-Regel, für Schüler sind vor Ort kostenlose Schnelltest möglich. Maximal 9200 Besucher dürfen zeitgleich auf den Platz, die Maske muss nicht getragen werden.

Der Zugang zum Send (23. bis 31. Oktober) ist im Gegensatz zu den Pop-up-Events kostenlos, am 27. Oktober startet die „Studi-Night“ mit Ermäßigungen.

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