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„Lebenszeichen“: Ökumenische Aktion zu Pfingsten

Schilder weisen den Weg

Münster

Der Heilige Geist ist für alle da – selbst in der Corona-Krise. Die ökumenische Gemeinschaft im Südviertel bietet statt eines gemeinsamen Pfingstgottesdienstes einen Rundgang zu ihren Kirchorten an. Unterwegs kann man „Lebenszeichen“ entdecken.

Von Lukas Speckmann

Die Kirchengemeinden im Südviertel laden zur Pfingstaktion „Lebenszeichen“ ein (v.l.): Margarete Schylek (St. Joseph), Dr. Gabriele Bieling (Trinitatiskirche), Pastor Hubertus Krampe (Heilig Geist), Norbert Kusch (Christuskirche), Martin Mustroph (Jakobuskirche) und Klara Robbers (Trinitatiskirche). Foto: spe

Pfingsten ist das Hochfest der Ökumene. Doch trotz günstiger Inzidenzwerte: Ein großer gemeinsamer Gottesdienst ist derzeit noch nicht denkbar – nicht einmal im Südviertel, wo seit Jahren eine besonders innige Ökumene gepflegt wird. Vor einem halben Jahr musste man schon den beliebten gemeinsamen Adventsspaziergang ausfallen lassen; dafür gibt es jetzt einen ökumenischen Pfingst-Spaziergang mit Stationen in allen beteiligten Gemeinden.

Am Samstag (22. Mai) ab 15 Uhr führt der Weg von der St.-Joseph-Kirche an der Hammer Straße über Trinitatiskirche und Christuskirche am Straßburger Weg zur Heilig-Geist-Kirche an der Metzer-Straße und von dort aus in einem großen Endspurt zur Jakobuskirche in der Aaseestadt. An jedem Kirchort sind „Lebenszeichen“ zu finden. Unter anderem in Form von Verkehrsschildern – starken Zeichen, die auf ganz unterschiedliche Art anregen, über Kirche und Glauben ins Gespräch zu kommen. Die Schilder geben Orientierung und weisen den Weg; nur ein Stoppschild gibt es nicht.

„Mit dem Glauben Sprünge machen“

An der Trinitatiskirche beispielsweise hat die Altkatholische Gemeinde das Schild „Wildwechsel“ aufgestellt – ein Symbol für den Sprung über Mauern. Ähnlich an der Christuskirche, wo die Baptistengemeinde mit „Begrenzung aufgehoben“ dazu einlädt, über Freiheit nachzudenken.

Das Baustellenschild an St. Joseph erinnert daran, dass in der Kirche viel in Bewegung ist; Umleitung (Jakobuskirche) und Sackgasse (Geistkirche) ermutigen zum Richtungswechsel oder zur Umkehr. An jedem Ort sind in der Zeit von 15 bis 18 Uhr kleine Aktionen vorbereitet, die in der Regel auch in einen Gottesdienst münden. Mit „Lebenszeichen“ möchten die katholische und evangelische Kirche, die Baptisten und die Altkatholiken im Gespräch bleiben und zeigen, dass sie gerade in der Krise viel zu sagen haben: „Wir gehen raus: Auch in der Krise sind wir da“, sagt etwa die altkatholische Pfarrerin Klara Robbers. Die fünf Glocken der Geistkirche erklingen ab 15 Uhr im Abstand von 36 Minuten – und eröffnen schließlich um 18 Uhr mit vollem Geläut das Pfingstfest.

„Auch in der Krise sind wir da“

Die einzelnen Stationen können bis zum 13. Juni aufgesucht werden.

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