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Handorf verliert auch den Wersehof

Schließung für Ende September angekündigt

Münster-Handorf

Erst Haus Münsterland, dann der Deutsche Vater, dann der Sudmühlenhof – geht das etwa so weiter? Offenbar. Die schlechten Nachrichten aus Handorf reißen nicht ab: Der Wersehof wird auch geschlossen.

Lukas Speckmann

Der Wersehof befindet sich an der Ecke Sudmühlenstraße / Dorbaumstraße: Der Gebäudekomplex dahinter wurde in den 80er- und 90er-Jahren errichtet: Er beherbergt den Veranstaltungssaal und den Edeka-Markt Rotthowe. Foto: Oliver Werner

Es ist genau die schlechte Nachricht, die von der Handorfer Öffentlichkeit seit etwa einem Jahr mit Bangen erwartet wird: Der Wersehof schließt. Damit verliert der Ort in kürzester Zeit eine weitere wichtige Traditionsgaststätte. Der Saal des Wersehofs war nach der Insolvenz von Haus Münsterland und der Schließung des „Deutschen Vaters“ im vergangenen Sommer die wichtigste Adresse für Vereinsversammlungen, Familienfeiern und zuletzt sogar für die Sitzungen der Bezirksvertretung Münster-Ost. Was aus dem öffentlichen Leben in Handorf ohne den Wersehof werden soll, ist völlig unklar. Schlusstag ist der 30. September.

„Es ist auf Dauer nicht mehr rentabel“

Handorf ohne Wersehof: Ein Kommentar zum Thema

Planungen nach dem Abriss:

Gaststättensterben im „Dorf der großen Kaffeekannen“

Wegen der bevorzugten Lage an der Werse wurde Handorf im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Ausflugsziel. Zahlreiche Gaststätten prägten das Image vom „Dorf der großen Kaffeekannen“. Bereits um die Jahrtausendwende war das Ende dieser Gas­tronomiedichte absehbar: Legendäre Traditionsadressen wie „Hugerlandshof“, „Wildpark Haus Pröbsting“, „Haus Vennemann“ und „Handorfer Hof“ sind ebenso verschwunden wie „Zapfhahn“ oder „Dorbaumschänke“. Allein in den vergangenen sechs Monaten wurden „Haus Münsterland“, „Deutscher Vater“ und „Sudmühlenhof“ geschlossen – ein Verlust vor allem für das öffentliche Leben, das sich mehr und mehr in den Wersehof zurückziehen musste. Dabei wächst  Handorf: In den kommenden Jahren wird im Ortskern ein neues Baugebiet erschlossen.

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