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Stadtwerke planen Verbesserungen

Schon 70.000 Fahrgäste haben den Kleinbus Loop genutzt

Münster

Die Kleinbusse mit dem Namen Loop sind seit September in der Stadt unterwegs. 70.000 Fahrgäste haben das Angebot nach Angaben der Stadtwerke bereits genutzt. Jetzt sind weitere Verbesserungen geplant.

wn

Nach zweieinhalb Tagen schneebedingter Unterbrechung ist LOOP seit Mittwoch wieder unterwegs. Foto: Stadtwerke Münster

Aktuell kaum vorstellbar, aber als zur Einführung von Loop Ende August Bundes- und Landesverkehrsminister nach Münster kamen, herrschte bei über 20 Grad eitel Sonnenschein. Seit 1. September 2020 fahren die Kleinbusse als Ergänzung des Nahverkehrsangebots für alle Münsteranerinnen und Münster durch den Süden der Stadt, nach einer zweieinhalbtägigen Schnee-Unterbrechung sind sie seit Mittwoch wieder unterwegs.

Die Bilanz der ersten vier Monate ist laut einer Mitteilung der Stadtwerke "sehr positiv": Bis Ende Januar haben die Fahrgäste Loop bereits 70.000 Mal genutzt. „Loop kommt an“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über diesen erfolgreichen Start. „Zwar haben wir mit einem guten Start gerechnet, wie schnell die Fahrgäste unser neues Angebot angenommen haben, zeigt aber, wie passgenau Loop Münsters Mobilität erweitert hat.“ Dabei ist die Platzzahl in den Loop-Kleinbussen aufgrund von Corona sogar reduziert, die Fahrgastzahlen im Nahverkehr sind deutlich niedriger als vor der Pandemie. Durch den zweiten Lockdown seien auch die Nutzungszahlen von Loop gegenüber den ersten Monaten gesunken, von durchschnittlich 560 Fahrten pro Tag im Oktober auf etwa 400 im Dezember und Januar.

Auch im Corona-Lockdown unterwegs

Genau wie auch die Busse der Stadtwerke ist Loop aber trotz Corona-Lockdown weiterhin unterwegs. „Insbesondere im Berufsverkehr sichern wir so die Mobilität von allen, die nicht ins Homeoffice ausweichen können“, sagt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke, in der Mitteilung.

Buchung

Die Fahrzeuge sind über die gleichnamige App oder nach vorherigen Anmeldung per Telefon unter der Rufnummer 0251/6941515 buchbar.

Loop biete Mobilität für alle: Immer mehr Menschen nutzen die kleinen Busse auch mit Rollstuhl. Bereits bei Bestellung könne angegeben werden, dass ein Rollstuhlplatz benötigt wird. Dann lässt das intelligente Hintergrundsystem, das die Fahrtstrecken berechnet, automatisch genug Platz im Auto. In den Autos ist Platz für bis zu sechs Personen – unter Corona-Bedingungen reduziert auf vier – alternativ passt aber auch ein Rollstuhl mit seinem Nutzer und Begleitperson in das Fahrzeug. „Es zahlt sich aus, dass wir bei der Fahrzeugauswahl nicht nur auf schadstoff-, sondern auch auf barrierearme Fahrzeuge gesetzt haben“, sagt Frank Gäfgen dazu.

Nach Angaben der Stadtwerke werden derzeit auch schon Verbesserungen geprüft. So sollen Fahrgäste bei einer Verspätung bessere Informationen erhalten. Zudem sollen die Fahrzeuge verstärkt für Fahrten zur Verfügung stehen, die nicht auch mit den normalen Linienbussen zurückgelegt werden können. Dann könne die App bei einer Fahrt vom Schulzentrum Hiltrup nach Amelsbüren Süd in Zukunft vorschlagen, doch einfach die Linie 1 zu nutzen. Das sonst dafür genutzte Loop-Fahrzeug stehe dann zur Verfügung, um etwa einen Fahrgast aus der Loddenheide zum Waldweg in Mecklenbeck zu bringen – eine Fahrt, die in den Linienbussen nur mit Umweg über den Hauptbahnhof zu machen ist.

Loop soll Taxibusse ersetzen

Sofern der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung zustimmt, ersetzt Loop ab April die Taxibuslinien T5 zum Friedhof Hohe Ward, T9 in die Herdesiedlung, T341 zum Haus Heidhorn und T85 zwischen Hiltrup und Angelmodde Waldsiedlung. Insbesondere in der bisher nicht durch einen Linienbus angebunden Herdesiedlung zwischen Kanal und Ringstraße habe Loop bereits heute für steigende Fahrgastzahlen gesorgt.

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