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Corona-Schutz

Schulbusse sind teilweise noch immer zu voll

Münster

Seit gut vier Wochen starten die Innenstadt-Gymnasien später mit dem Unterricht. Doch die Schulbusse sind in vielen Fällen noch immer überfüllt. Eine Online-Umfrage der Stadt soll nun Abhilfe schaffen. 

kv/pd

Viele Schulbusse sind noch immer voll - oder sogar zu voll. Foto: Matthias Ahlke (Archivbild)

Die neuen, versetzten Schulanfangszeiten, die die Corona-Infektionsgefahr in den Schulbussen vermindern sollten, werden mindestens bis zu Osterferien gelten. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Der Schulbusverkehr läuft weiterhin nicht reibungslos und hat, wie die Stadt bestätigt. Nicht auf allen Linien hätten die Veränderungen zum gewünschten Erfolg geführt. Dies ist ein Ergebnis eines Gesprächs zwischen Vertreterinnen und Vertretern der Schulen, der Bezirksschülervertretung sowie der Stadtelternschaft mit Verkehrsträgern und Verwaltung, in dem die bisherigen Maßnahmen auf dem Prüfstand gestellt wurden.

„Kritischer, aber konstruktiver Austausch“

„Es war ein sehr kritischer, aber auch konstruktiver Austausch“, resümiert Stadtdirektor Thomas Paal. „Deutlich wurden die Komplexität des Projektes und die Probleme im Detail. Im Ergebnis haben wir uns verständigt, wie wir die Busverkehre noch passgenauer justieren können.“

„Wir hören, dass die Schulen, die bei ihrer alten Anfangszeit geblieben sind, mit der neuen Regelung recht zufrieden sind, also die Busse am Morgen leerer sind“, zieht Karla Foerste, Vorstandsmitglied der Stadtelternschaft eine vorläufige Bilanz. Weniger zufriedenstellend sei die Situation für die innerstädtischen Gymnasien, die seit Mitte November eine halbe Stunde später mit dem Unterricht beginnen.

Übervolle Busse und Verspätungen

Kritische Rückmeldungen, besonderes von Schülerinnen und Schülern aus den Umlandgemeinden, haben aus Sicht der Stadt deutlich gemacht, dass weiterer Verbesserungsbedarf bestehe. Verwaltung und Verkehrsträger hätten die Hinweise genutzt, um schnelle Lösungen zu finden.

Jedoch: Trotz aller Bemühungen sei aus Sicht von Schulen, Bezirksschülervertretung und Stadtelternschaft aber noch keine hinreichende Verbesserung gelungen. „Kritikpunkte bei einzelnen Linien sind übervolle Busse, verspätete Ankünfte an den Schulen und zu lange Wartezeiten. Außerdem konnten einige Schülerinnen und Schüler nicht mehr zusteigen“, fasst die Stadt zusammen.

Online-Umfrage soll Abhilfe schaffen

Die Ursache der Probleme wird darin gesehen, dass es momentan keine ausreichenden Daten gebe, wie viele Schülerinnen und Schüler wann welche Linien des ÖPNV nutzen, um die Busangebote passgenauer auszurichten.

Abhilfe schaffen soll nun eine Online-Umfrage der Stadtelternschaft unter Schülerinnen und Schülern sowie in der Elternschaft, um besonders belastete Linien, Taktungen oder Streckenabschnitte zu identifizieren. Ergebnisse werden im Januar erwartet. Dann wollen die Beteiligten zusammenkommen, um sie zu bewerten und Maßnahmen zu verabreden.

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