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Aktion "Ein Schritt Richtung Frieden"

3300 Schüler laufen für den Frieden

Münster

Ein großes Zeichen für den Frieden: Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher von drei münsterischen Schulen haben zu einem Friedensmarsch aufgerufen. Die Resonanz auf die Aktion "Ein Schritt Richtung Frieden"  war überwältigend.

Von Pjer Biederstädt

Am Donnerstag versammelten sich auf dem Schlossplatz so viele Schülerinnen und Schüler, dass man selbigen kaum noch sehen konnte. Foto: Matthias Ahlke

„Das hat es so in dieser Form eigentlich noch nie in der Geschichte von Münster gegeben“, sagt Luca Näpel ins Mikrofon, als er am Donnerstagmittag von der Bühne auf dem Schlossplatz auf ein Menschenmeer blickt. Gemeint ist die Aktion „Ein Schritt Richtung Frieden“ – ein Friedensmarsch organisiert von Schülern für Schüler.

3300 Pennäler von weiterführenden Schulen Münsters sind dem Aufruf von zehn Schülersprecherinnen und -sprechern des Paulinums, des Schillergymnasiums und der Marienschule gefolgt, gegen Krieg auf die Straße zu gehen.

Schüler stellen Aktion alleine auf die Beine

„Wahnsinn!“: Dr. Tobias Franke, Leiter des Gymnasiums Paulinum, ist sichtlich beeindruckt von dem großen Zuspruch und dem, was die Schüler auf die Beine gestellt haben. „Die haben das von Anfang an ganz alleine gemacht“, betont Franke. Die Schulen hätten die Aktion erst später begleitet.

Er und seine Amtskollegen Marlies Baar (Marienschule) und Andreas Nowak (Schillergymnasium) wissen, wem die Bühne an diesem Tag gehört und überlassen sie nach wenigen Minuten wieder den Schülern. Nur noch so viel: „Gut, dass Ihr Euch gegen unsere Bedenken durchgesetzt habt“, sagt Franke in Richtung der Organisatoren Jule Menke, Thomas Drude, Pascal Kanngießer, Raphael Schnocks (alle Paulinum), Abrafi Owusu Sekyere, Karlotta Mühlmeyer, Mathias Korkes, Luca Näpel (alle Schillergymnasium), Lena Prange und Ida Neve (beide Marienschule).

Kommentar: Eins plus!

Friedensmarsch für alle Menschen auf der Welt

Während der Kundgebung um 11 Uhr macht Abrafi Owusu Sekyere deutlich, dass der bevorstehende Friedensmarsch nicht nur der Ukraine gelte, sondern allen Menschen auf der Welt, die unter Krieg oder deren Folgen leiden. „Es darf keine Klassifizierung von Flüchtlingen geben“, sagt sie, ehe sich der Tross aus Tausenden Schülern, ausgestattet mit reichlich bunten Schildern und Transparenten, vom Schlossplatz Richtung Aasee aufmacht.

Über die Aegidii- und Universitätsstraße geht es nach knapp einer Stunde zurück zum Schlossplatz, wo eine kurze Abschlusskundgebung stattfindet. Für die meisten geht es danach zurück in die Klassenräume. Während des Marsches kommt es nur punktuell und kurz zu Verkehrsbehinderungen, wie eine Polizeisprecherin sagt. Viel wichtiger noch: Alles verlief friedlich.

Drei Fragen an Mitorganisator Thomas Drude

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