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Kinder vor sexualisierter Gewalt schützen

Schulen müssen sichere Orte werden

Münster

Dass es wichtig ist, Präventionsprogramme gegen sexualisierte Gewalt anzubieten, da waren sich die Mitglieder im Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien einig. Spätestens der Missbrauchsfall in Münster habe genau das gezeigt.

-kv-

«Gewalt gegen Kinder» ist auf einem von Bauklötzen umgebenen Ordner zu lesen. Foto: Sven Braun/dpa (Symbolbild)

Spätestens der schockierende Missbrauchsfall von Münster hat es gezeigt: Es ist wichtig und notwendig, an den Schulen Präventionsprogramme gegen sexualisierte Gewalt anzubieten – darüber waren sich am Donnerstag alle Mitglieder des Ausschusses für Kinder, Jugendliche und Familien einig. Die Stadt will nun ein zunächst als Modell erprobtes Schutzkonzept nach und nach für möglichst alle Schulen anbieten. Bei dem Fortbildungskonzept arbeitet die Stadt als Schulträger unter anderem mit dem Kinderschutzbund, der Beratungsstelle Zartbitter und der Kinderschutzambulanz des DRK zusammen.

Nach Schätzungen des Kinderschutzbundes ist davon auszugehen, dass statistisch in jeder Schulklasse ein bis zwei Kinder Opfer sexualisierter Gewalt durch Erwachsene sind. Schulleitungen und andere Verantwortliche in den Schulen müssten dafür sorgen, „sichere Orte für Kinder und Jugendliche zu schaffen und mit Verdachtsmomenten adäquat umzugehen“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Ausschussmitglied Pfarrer Ulrich Messing aus Kinderhaus appellierte, das Programm schnellstmöglich für alle Schulen umzusetzen.

Schon jetzt hatten sich für die Fortbildung viel mehr Schulen interessiert, als teilnehmen konnten, hieß es vonseiten der Verwaltung. Es sei aber zu erwarten, dass Schutzkonzepte wie das münsterische bald per Gesetz verpflichtend würden.

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