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IHK-Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“

„Schüler experimentieren“: Umweltfreundlich und alltagstauglich

Münster

Über 260 Schüler aus der ganzen Region haben Projekte für den IHK-Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ eingereicht. Vor allem Mobilität und Umweltschutz waren wichtige Themen. Die Schüler bewiesen Forschergeist und Ideenreichtum.

Anna Spliethoff

Moritz Wörmann (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) hat ein selbstfahrendes Auto entwickelt, das auch noch Dinge lernen kann. Er hat den ersten Preis in Mathematik gewonnen. Foto: Oliver Werner

Alternativen für den Verbrennungsmotor, selbstfahrende Autos und die Warnung vor giftigen Chemikalien im Putzschrank: Aktuelle Probleme und alltägliche Sorgen haben sich die Schüler beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ vorgeknöpft. In der Sparte „Schüler experimentieren“ stellten sich am Donnerstag über 100 Schüler der Jury.

Moritz Wörmann zählt zu den „Wiederholungstätern“ des Wettbewerbs. Bereits zum vierten Mal ist er dabei. In diesem Jahr hat der 14-Jährige ein selbstfahrendes Auto entworfen. „Aber das Auto soll auch Dinge lernen“, sagt der Schüler der Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Dafür hat er ein neuronales Netz aufgebaut, das dem menschlichen Gehirn ähnelt: „Das Auto erkennt ein Stoppschild und weiß dann, dass es anhalten muss.“ Dafür hat Wörmann den ersten Preis in Mathematik bekommen.

Dramatische Bilder von Plastikbergen im Meer haben Vladislavs Jegorkins und Johannes Willing gezeigt. „Wir haben einen biologisch abbaubaren Kunststoff entwickelt“, sagt Jegorkis. Der 11-Jährige erklärt, was sie dafür gebraucht haben: „Stärke, Zucker, Glycerin, Salzsäure und Wasser.“ Fast ein Jahr haben er und der 13-Jährige Willing geforscht. „Im Wasser löst sich der bewegliche, dünne Stoff auf“, so die Schüler des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums.

Nicht nur die weltpolitischen Themen finden sich in der Stadthalle wieder. Felix Bennemann von der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck hat Haushaltsreiniger untersucht. „Das Zeug ist total gefährlich“, resümiert der 11-Jährige. Mit Produkten wie Eierschalen und Schweinefleisch hat er die Wirkung der Mittel getestet und gemerkt: „Man sollte immer Handschuhe und eine Schutzbrille tragen.“

Ein wichtiges Thema war die Mobilität. Malte Cox, Leo Roer und Urs Mersmann haben ein Fahrzeug entwickelt, das mit Wasserdruck und Solarenergie angetrieben wird. „Wir wollen den Verbrennungsmotor ersetzen“, sagt Malte Cox. Die Schüler des Wilhelm-Hittorf-Gymnasium haben in diesem Jahr zum ersten Mal mitgemacht – und den zweiten Platz im Bereich Technik belegt. Dazu gab es außerdem noch einen Sonderpreis.

Till Hermeling und Fabian Berger von der Euregio Schule in Rheine haben ein selbstaufladendes E-Bike entwickelt. „Der Akku lädt sich durch Wind- und Sonnenenergie auf“, so die Schüler.

Dr. Eckhard Göske von der IHK ist für die Organisation von „Jugend forscht“ zuständig. Für die IHK bedeute der Wettbewerb vor allem eins: „Talentförderung.“ Die Mint-Fächer (technisch-naturwissenschaftliche Fächer) seien besonders gefragt. Der Schwerpunkt liege mit elf von über 30 Schulen wieder in Münster.

Dr. Dirk Eierhoff von der BASF Coatings, die den Wettbewerb unterstützen, ist auch Jurymitglied: „Der Wettbewerb ist eine Zukunftssicherung für die Region.“ Es gehe vor allem um Neugier, Teamarbeit und darum zu lernen, mit Frust umzugehen: „ Dinge, die man im Beruf gebrauchen kann.“

Die Sieger aus Münster

Hier die Sieger der münsterischen Schulen unter den über 100 Teilnehmern des IHK-Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ in der Sparte „Schüler experimentieren“:

Chemie:

3. Platz: Lennart Benzler und Albert Joseph Korte (Ratsgymnasium)

Sonderpreis: Lore Lieberknecht (Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium)

Sonderpreis: Daniel Möllers und Henning Winter (Kardinal-von-Galen-Gymnasium)

Sonderpreis: Priska Sievers und Christina Beuse (Marienschule)

Mathematik/Informatik:

1. Platz: Moritz Wörmann (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium)

Physik:

1. Platz: Helene Altgelt und Emilia Areerasd (Marienschule)

2. Platz: Alexander Rückl und Julian Hennenberg (Gymnasium Wolbeck)

3. Platz: Leonard Breul, Alexander Julius Kanter und Mika Maschning (Gymnasium Wolbeck)

Technik:

2. Platz. Andreas Bühner (Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium)

2. Platz und Sonderpreis: Malte Cox, Leo Roer und urs Mersmann (Wilhelm-Hittorf-Gymnasium)

Sonderpreis: Vincent Cüppers und Murtada Kalulus (Gymnasium Wolbeck)

Geo- und Raumwissenschaft:

1. Platz: Levin Belli (Pascal-Gymnasium)

Die jeweils Erstplatzierten dürfen am 5. und 6. Mai zum Landeswettbewerb im Haus der Technik in Essen.

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