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Auftragsvergabe

Schultheiß soll Stadt bei Konversion helfen

Münster

Die CDU hat Hartwig Schultheiß für ein Bündnis mit den Grünen geopfert. Jetzt soll der ehemalige Planungsdezernent der Stadt wieder helfen.

Dirk Anger

Hartwig Schultheiß  Foto: ah

Der kürzlich aus dem Amt geschiedene Planungsdezernent Hartwig Schultheiß soll nach Informationen unserer Zeitung wieder für seinen ehemaligen Arbeitgeber tätig werden – zwar nicht direkt, sondern als Subunternehmer für die seit August 2016 von der Stadt mit dem Kasernen-Ankauf beauftragte Firma Drees & Sommer.

Wie aus einer nichtöffentlichen Vorlage für den Vergabeausschuss hervorgeht, will dieses Unternehmen bei der Projektsteuerung zur Vorbereitung und Erschließung der beiden Kasernengelände auf die „Fachkompetenz der HS Urban GmbH“ zurückgreifen. Firmengründer und Geschäftsführer dieser Gesellschaft ist Hartwig Schultheiß, der 16 Jahre lang Planungsdezernent der Stadt war. Für seine Wiederwahl hatte es unlängst keine politische Mehrheit gegeben.

Schultheiß bereits tiefgreifend im Projekt

Die Stadt Münster verhandelt aktuell mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über den Ankauf der beiden Kasernenareale in Gremmendorf und Gievenbeck. Parallel dazu laufen bereits verschiedene vorbereitende Untersuchungen etwa nach Kampfmitteln oder Altlasten im Boden. Um die auf diesen Ergebnissen fußenden weiteren Schritte zu gehen, sei eine „umfassende Projektsteuerung notwendig, damit keine zeitlichen Verzögerungen entstehen“.

In der Stadtverwaltung bestehen nach Darstellung von Kämmerer Alfons Reinkemeier „keine Funktion und auch keine Kapazitäten, ein detailgetreues Ineinandergreifen aller notwendigen Arbeitsschritte zu überprüfen und voranzutreiben“. Deshalb sei eine externe Vergabe dieser Aufgabe notwendig.

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Die bereits mit der Unterstützung bei den Ankaufverhandlungen beauftragte Firma Drees & Sommer soll diese zusätzlichen Management- und Beratungsleistungen übernehmen. 87.120 Euro sollen dafür laut Verwaltungsvorschlag bereit gestellt werden.

Für die Stadt sei dies eine „deutlich wirtschaftlichere Lösung“ als eine separate Ausschreibung. Schließlich sei die Firma, die jetzt das Know-how von Schultheiß einbinden will, bereits „tiefgreifend in das Projekt“ eingearbeitet. Bis zur Handlungsfähigkeit der von der Stadt gegründeten Konversionsgesellschaft Konvoy GmbH soll offenbar der ehemalige Planungsdezernent als Subunternehmer eine „effiziente Projektsteuerung“ sicherstellen.

Zuletzt war dessen Name auch bei der Besetzung des Chefpostens für den Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen gehandelt worden.

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