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Täter auf der Flucht

CSD-Teilnehmer nach Schlägen schwer verletzt

Münster

Der CSD Münster verlief mit 10.000 Teilnehmern friedlich. Doch am Rande gab es eine Auseinandersetzung mit schweren Folgen, die das Event überschattete.

Von Pjer Biederstädt

An der CSD-Demonstration, hier auf dem Stubengassenplatz, nahmen 10.000 Menschen teil. Foto: Pjer Biederstädt

Am Rande des Christopher Street Day (CSD) hat ein bislang unbekannter Täter am Samstag (27. August 2022) um kurz nach 20 Uhr einen Mann geschlagen und so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Der Täter ist Angaben der Polizei zufolge flüchtig. Ob es sich bei dem Verletzten um einen Demo-Teilnehmer handelt, konnte die Polizei am Sonntag nicht bestätigen. Die Hintergründe der Tat seien bisher unklar.

Brutal zusammengeschlagen

Der Verein „Trans-Inter-Münster“ teilt aber auf Facebook mit, dass es sich bei dem Verletzten um einen „jungen Transmann aus unserer Selbsthilfegruppe TransIdent Münster“ handele. Er sei brutal zusammengeschlagen worden und habe mehrfach operiert werden müssen, heißt es in dem Facebook-Post. Ein Sprecher des Vereins sagte, dass die Verletzungen am Kopf lebensgefährlich seien.

Der CSD selbst verlief ausnahmslos friedlich, trotz der 10.000 Teilnehmenden. 

Heiko Philippski vom KCM-Schwulenzentrum zeigte sich "fassungslos und erschüttert" von der Tat.  In einem Statement schreibt er im Namen des KCM, dass sie Gewalt generell verurteilten und für eine konsequente Ahndung derartiger Taten seien.

Zusammen mit der Queer-Gemeinde Münster wollen Vertreter*innen der queeren Vereine in Münster am heutigen Sonntag (28. August 2022) für den Verletzten ein Gebet sprechen.
Der Gottesdienst findet um 18 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche, Metzer Straße 35-19, statt.

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